Trauer um Diakon Martin Bernhard

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Diakon Martin Bernhard †
Diakon Martin Bernhard † (Foto: oej)
Schwäbische Zeitung
Redaktionsleiter

Das Abschiedsgebet findet am Montag, 16. April, um 18.30 Uhr in der St.-Gallus-Kirche statt.

Der Trauergottesdienst ist am Dienstag, 17. April, um 13.30 Uhr in der St. Gallus-Kirche mit anschließender Beisetzung auf dem Alten Friedhof in Tettnang.

Weitere Möglichkeiten des Gedenkens gibt es am Donnerstag, 19. April, um 19.30 Uhr in der Kapelle der Klinik Tettnang, sowie am Samstag, 21. April, um 8 Uhr in der Pfarrkirche Krumbach zum Beginn des Glaubenswegs und um 18.30 Uhr in der Kirche St. Maria in Meckenbeuren.

Da sei eine ganz, ganz große Betroffenheit, sagt der Meckenbeurer Pfarrer Josef Scherer zum Tod von Martin Bernhard, der Anfang dieser Woche unerwartet mitten aus dem Leben gerissen worden ist. In der Schussengemeinde, aber auch in Tettnang und im Argental ist der 69-Jährige zuletzt als Diakon im Zivilberuf unterwegs gewesen. Scherer: „Er war immer bereit, Aufgaben zu übernehmen. Das hat ihm große Freude bereitet.“

Sein langjähriger Wegbegleiter, Dekan Reinhard Hangst, sagt, das „Diakon i. R.“ habe bei Martin Bernhard nicht für „im Ruhestand“ gestanden, sondern für „in Rufweite“. Er habe nie Nein gesagt, so Hangst: „Er war ein echter Seelsorger. Der Beruf des Diakons war auf ihn zugeschnitten.“

Bevor er Vollzeit-Diakon wurde, war er Elektroinstallateur und wurde dann Krankenpfleger an der Klinik in Tettnang und nahm dort später die Funktion der stellvertretenden Pflegedienstleitung wahr. Der Sprung in den Pflegeberuf kam über seine ehrenamtliche Mitarbeit im Deutschen Roten Kreuz.

Auch nach seiner Weihe am 14. Mai 2005 blieb er seiner Tätigkeit im Krankenhaus treu: Bis er im Jahr 2011 hauptamtlicher Diakon in der Seelsorgeeinheit Argental wurde, wirkte er je zu 50 Prozent in der Pflege und im Amt des Diakons. Das Thema Pflege war ihm wichtig. Das zeigt sich auch in seiner Tätigkeit als Mitglied im Kreispflegeausschuss.

„Ich habe mich gewundert, wie er das immer alles geschafft hat“, sagen viele seiner Wegbegleiter. Und beschreiben ihn als Pfundskerl und gefragten Ratgeber – letzteres durch seine Kenntnisse in der Pflege auch in medizinischen Fragen. „Seine Kraft hat er tief aus seinem Glauben und auch aus seiner Familie heraus geschöpft“, sagt Pfarrer Scherer.

Die Liste seiner Ehrenämter und Tätigkeiten, die er innegehabt hat, ist in der Tat kaum zu überblicken: Jugendschöffe am Amtsgericht Tettnang und am Landgericht Ravensburg, Seelsorger im Einsatznachsorgedienst für Einsatzkräfte im Bodenseekreis, langjährige Mitarbeit im Kirchengemeinderat St. Gallus, Kommunion- und Krankenkommunionhelfer, Dekanatsrat, Mitglied im Leitungsteam der Kirchlichen Sozialstation Tettnang und der Hospizgruppe Tettnang. Und dies ist nur ein kleiner Ausschnitt.

Im April 2002 schrieb Martin Bernhard über seine Motivation, die Ausbildung zum Ständigen Diakon anzustreben: „Die Partnerschaft Gottes – die tägliche Begegnung – ist dann Wirklichkeit, wenn ich dieses Geschenk wahrnehme und daraus eine Beziehung aufbaue und diese auch pflege.“ Diese Überzeugung zeigte sich in seinem Wirken.

Das Abschiedsgebet findet am Montag, 16. April, um 18.30 Uhr in der St.-Gallus-Kirche statt.

Der Trauergottesdienst ist am Dienstag, 17. April, um 13.30 Uhr in der St. Gallus-Kirche mit anschließender Beisetzung auf dem Alten Friedhof in Tettnang.

Weitere Möglichkeiten des Gedenkens gibt es am Donnerstag, 19. April, um 19.30 Uhr in der Kapelle der Klinik Tettnang, sowie am Samstag, 21. April, um 8 Uhr in der Pfarrkirche Krumbach zum Beginn des Glaubenswegs und um 18.30 Uhr in der Kirche St. Maria in Meckenbeuren.

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