Tintenklecks-Urgestein geht in Ruhestand

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Nach 16 Jahren hört Regina Werner (mitte) als Betreuerin auf. Die stellvertretende Vorsitzende Daniela Kastelberger und Vereinsc
Nach 16 Jahren hört Regina Werner (mitte) als Betreuerin auf. Die stellvertretende Vorsitzende Daniela Kastelberger und Vereinschef Frank Spleiß bedanken sich mit Blumen. (Foto: ela)
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Die Hauptversammlung des Betreuungsvereins Tintenklecks am Mittwochabend ist zügig über die Bühne gegangen, im Mittelpunkt stand die Verabschiedung von Regina Werner, die den Verein seit der Gründung vor 16 Jahren als Betreuerin begleitet hat und nun in den Ruhestand geht. „Es tut weh, jemanden zu verlieren, der so lange da war“, sagte Vorsitzender Frank Spleiß in seiner Laudatio und gab seiner Hoffnung Ausdruck, sie möge dem Verein auch künftig wohlwollend zur Seite stehen. Auf Antrag von Matthias Feuerstein ernannte die Versammlung Regina Werner spontan zum Ehrenmitglied.

In seinem Bericht blickte Frank Spleiß auf das vergangene Jahr zurück, das relativ anstrengend für den Verein gewesen sei: Nach einem Wasserschaden im Keller der Kauer Grundschule hatte der Verein 2017 in den Pavillon ziehen müssen und hoffe, im kommenden Sommer wieder in die Schule zurückzukönnen. Ab kommender Woche muss die Betreuung zudem wegen Baggerarbeiten am Eingang des Pavillons ins Foyer der Seldnerhalle ausweichen. Die Betreuungswoche in den Oster- und den Sommerferien sei gut angenommen worden, der Verein hatte zudem die Grundschule bei ihrem Musical und bei je einem Wintersport- und Badetag unterstützt. Nachdem die finanzielle Situation des Vereins gut sei, habe man beschlossen, die Betreuungsbeiträge moderat zu senken. Da die Betreuungsangebote immer stärker nachgefragt würden und durch den Ruhestand von Regina Werner sei es auch nötig gewesen, neues Personal einzustellen: Eine Mitarbeiterin hat eben begonnen, eine weitere kommt zum Jahresbeginn ins Team.

Sandra Zürn gab in ihrer Eigenschaft als Kassiererin einen Überblick über die Finanzsituation des Vereins. „Die Finanzen stimmen, aber ohne Zuschüsse wäre die Situation nicht so gut“, sagte sie. Allein vom Land bekam der Verein 2018 rund 9000 Euro. Mit weiteren Zuschüssen der Stadt, mit Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Betreuungsentgelten ergaben sich Einnahmen von rund 43 000 Euro. Nach Abzug der Ausgaben – die Gehälter machten mit rund 28 000 Euro dabei den größten Teil aus – ergab sich zum Jahresschluss ein Kassenplus von rund 3000 Euro.

Ortschaftsrat und Mitglied Alexander Schulz übernahm die Wahlen. Matthias Schlunke schied als stellvertretender Vorsitzender aus, er bleibt ein weiteres Jahr als Beisitzer im Vorstand. Sabrina Müller übernimmt den Posten der stellvertretenden Kassiererin von Matthias Feuerstein. Zur Schriftführerin wählte die Versammlung Regina Vallaster, zuvor hatte Beate Bucher das Amt inne. Kassenprüferin bleibt Sabine Diemer. Zu Beisitzern wurden Nadine Scholl und Jens Winter gewählt.

Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich Frank Spleiß bei allen ehrenamtlich Mitarbeitenden, bei ehemaligen Amtsträgern und bei allen, die zur Versammlung gekommen waren: „Es tut gut und ist einfach schöner, wenn man nicht vor leeren Reihen steht“, sagte er.

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