Tettnangs Schachteam gewinnt Kellerduell

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 Den Klassenerhalt einen Schritt nähergekommen ist der SC Tettnang in der Schach-Verbandsliga.
Den Klassenerhalt einen Schritt nähergekommen ist der SC Tettnang in der Schach-Verbandsliga. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Mit einem Kantersieg am vergangenen Wochenende hat die erste Mannschaft des Schachclubs Tettnang in der Verbandsliga gegen den Aufsteiger und direkten Konkurrenten aus Neckartenzlingen wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geholt. Laut Pressebericht legte Benno Barthelmann an Brett drei mit seinem ersten Punktgewinn in dieser Saison den Grundstein für den Tettnanger Erfolg.

Barthelmanns Gegner war etwas überrascht, als er in schlechterer Stellung so schnell Matt gesetzt wurde. Der Tettnanger Mannschaftsführer Marc Kreuzahler (Brett 6) erkannte, dass Tettnang an mehreren Brettern besser stand, ging kein Risiko ein und willigte in das Remisangebot des Gegners ein.

Thomas Kohns Gegner (Brett 2) verbrauchte in den ersten 20 Zügen den Großteil seiner Bedenkzeit und kam am Ende in Zeitnot. Der Tettnanger opferte einen Turm für einen Läufer, was ihm gute Angriffschancen gab und die Stellung weiter verkomplizierte. Bei knapper Bedenkzeit übersah der Gegner in schlechterer Stellung einen Damenverlust und gab sofort auf.

Nachdem Francesco Gobbo an Brett 7 den nächsten vollen Punkt holte, war der dritte Heimsieg in Folge in Reichweite. Perfekt machte ihn Jürgen Längl an Brett 1, nachdem er durch eine schöne Kombination im Mittelspiel einen Turm gegen einen Springer gewann und sein materielles Übergewicht im Endspiel in einen vollen Punkt umwandelte.

Alle Ergebnisse sind sehr wichtig

Da am Saisonende jedoch auch die Brettpunkte entscheidend sein könnten, waren die abschließenden Partien mehr als nur reine Kosmetik. Markus Krämer (Brett 8) bleibt nach seinem überzeugenden Sieg im Endspiel mit einer Mehrfigur nach wie vor in dieser Saison ohne Niederlage.

Ihren ersten Saisonsieg feierte dagegen Katrin Leser an Brett 4. Im Mittelspiel gewann sie einen Bauern nach dem anderen und wickelte in einem Endspiel Dame gegen zwei Türme ab, in dem sie mit einem ihrer drei Freibauern bis auf die vorletzte Reihe vorrücken konnte. Der Gegner war damit beschäftigt, die Umwandlung des Bauern in eine Dame zu verhindern und konnte dabei nicht für die Sicherheit seines Königs garantieren. Er wurde Matt gesetzt.

Die einzige Tettnanger Niederlage fuhr Marius Kaiser an Brett 5 ein. In hochgradiger Zeitnot verteidigte er sich lange Zeit tapfer, konnte aber dem Druck des Gegners nicht standhalten und verlor einen Läufer, was am Ende doch zu viel war.

Der SC Tettnang gewann verdient mit 6,5:1,5 und lässt zwei Spieltage vor Saisonabschluss aktuell drei Verbandsligamannschaften hinter sich.

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