Tettnanger Sternsinger feiern ihr Abschlussfest als „Superhelden“

Lesedauer: 3 Min
Insgesamt 57 Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung aus Tettnang, Bürgermoos und Kau sammeln bei der diesjährigen Stern
Insgesamt 57 Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung aus Tettnang, Bürgermoos und Kau sammeln bei der diesjährigen Sternsingeraktion für einen guten Zweck – mit Erfolg, die Bilanz von rund 28 500 Euro kann sich sehen lassen. (Foto: Annette Rösler)
Annette Rösler

Zum Dank für ihr Engagement hat die Kolpingsfamilie die Sternsinger am Samstag zu einem Abschlussfest im Gemeindezentrum St. Gallus eingeladen. „Heute dürft ihr Euch selbst auf die Schulter klopfen“ – mit diesen Worten begrüßte Elisabeth Wessbecher am die jungen Gäste.

57 Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung aus Tettnang, Bürgermoos und Kau waren zwischen Neujahr und Dreikönig in 21 Gruppen als Caspar, Melchior und Balthasar unter dem Motto „Frieden! Im Libanon und weltweit“ unterwegs. Insgesamt haben sie fast 28 500 Euro gesammelt. „Sogar bei Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sind die Sternsinger empfangen worden, ihr könnt also ganz stolz hinter dieser wichtigen Sache stehen“, sagte Elisabeth Wessbecher.

„Segen bringen, Hoffnung schenken, die Welt verbessern, Mut machen und nie aufgeben, das schaffen Super-Helden wie ihr.“ Mit den Spenden der Tettnanger Sternsinger werden Projekte für benachteiligte Familien und Straßenkinder in Peru, Simbabwe, Indien und Brasilien unterstützt. Ein Film über das brasilianische Projekt „Pandorga“, eine Einrichtung für autistische Kinder und junge Erwachsene in São Leopoldo, bot Einblicke in die Aktivitäten der verschiedenen Gruppen.

Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Sternsingergruppen war auch äußerlich an einem Freundschaftsbändchen vom Kindermissionswerk Aachen zu erkennen, das fast alle Kinder beim Abschlussfest noch stolz am Handgelenk trugen.

Spielstunde als Abschluss

Ein Film zeigte die aktuellen Kriegsgebiete auf und Sternsingerkinder kamen zum Thema „Frieden“ zu Wort und erklärten, was er für sie bedeutet. Zum respektvollen Umgang miteinander meinte ein Junge: „Behandle andere Menschen so, wie du selbst behandelt werden willst.“

Nach dem längeren Stillsitzen war eine gemeinsame Spielstunde mit der KSJ angesagt und es konnten Friedenstauben gebastelt werden. Gegen den Hunger half das Mittagessen mit gefüllten Pfannkuchen und Kinderpunsch. Jedes Kind erhielt zur Erinnerung ein Foto von seiner Gruppe und es gab Freikarten für das Kolpingtheater. „Wir wünschen uns sehr, weitere Sternsingerkinder gewinnen zu können, um die Hilfsprojekte auch die nächsten Jahre zu unterstützen“, sagte Josef Hellmann von der Kolpingsfamilie abschließend.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen