Tausende tummeln sich auf Laimnauer Maimarktgelände

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Olaf E. Jahnke

Der sonnige Maifeiertag hat viele Besucher, Standbetreiber und Aussteller auf den Maiflohmarkt ins Argental an den Laimnauer Ortsrand gelockt. Schon bei der Anfahrt zeigte sich: Der ganze Ort ist zugeparkt, samt den umliegenden Wiesen und Feldwegen. Wie Unmengen an abgestellten Zweirädern bezeugten, waren viele auch mit dem Rad gekommen. Und das Gelände selbst war komplett gefüllt, bis zum Vogelwald reihten sich Stände und Autos.

Ständig kamen noch historische Traktoren, Classic-Cars, Oldtimer-Unimogs und andere Fahrzeuge an. In den verschiedenen Standgassen genossen die Besucher das vielfältige Flohmarkt-Angebot und günstige Preise. Vom Gemälde über Plastikspielzeug bis zum Brokatkleid, vom Spielzeug bis zu antiken Haushaltsgegenständen oder Motorsägen wurde Verschiedenstes angeboten.

„So viele waren es noch nie“, bestätigte der Vorsitzende der veranstaltenden Bürgerwehr, Roland Mair. Über 600 Flohmarktanbieter seien auf dem Platz – und den Tag über rechne man mit weit über 2 000 Besuchern. „Das war so noch nie da“, bestätigte für die Traktorfreunde Argental Harald Hotz. Am Mittag sei man schon bei über 70 historischen Fahrzeugen gewesen. Offensichtlich hatten viele das Kaiserwetter für eine Ausfahrt genutzt.

Standbetreiberin Sandra Heinz aus Friedrichshafen zeigte sich weniger zufrieden. Auf sieben Uhr sei die Anmeldung ausgeschrieben gewesen, dennoch habe man sie zu dieser Uhrzeit abgewiesen. Wie sich bei der Recherche herausstellte, hatte sie wohl die Absperrung beiseite geräumt und den Rettungsweg als Zufahrt genutzt. Daraufhin habe man sie wieder fortgeschickt, zur offiziellen Zufahrt, argumentieren die Organisatoren. Bürgerwehrler Hubert Dingler versichert: „Die Dame habe ich vorne daher nicht reingelassen, wirklich fortgeschickt haben wir jedoch niemanden – aber die ersten haben schon am Vortag um 15.30 Uhr angefragt.“ Jeder sei untergekommen – für manchen sei es halt nicht ganz komfortabel geworden. Wie auch immer, bei der Qualität der Ausschilderung ist da wohl auch noch Luft nach oben.

Sabrina Bentele hatte es mit Familie nicht so weit gehabt, sie war um 6.30 Uhr aus Oberwolfertsweiler angekommen. Da schon hätte man weit hinten den Stand auf dem Gelände vor dem Vogelwald aufbauen müssen.

Bedarf gibt es womöglich bei den Toiletten, denn da bildeten sich ebenso lange Schlangen wie beim Essensverkauf. Bürgerwehrchef Mair versicherte: „Die Toilettenlogistik haben wir schon nachgerüstet.“ Auch bei der Verpflegung habe es Verbesserungen gegeben, und auf ihre Kooperationspartner und Lieferanten könnten sie sich stets verlassen, betonte Mair.

Während die Besucher geduldig warteten, betonte Roland Mair: „Das Organisatorische beobachten wir genau – gerade im Hinblick auf die 1250-Jahr-Feier, die auch auf diesem Gelände stattfindet.“ Um vom 28. Juni bis 1. Juli entsprechend aufgestellt zu sein, werde man an mancher Stelle wohl noch nachbessern.

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