Tapfere Spendenschwimmer trotzen Temperaturen

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Respekt gilt all jenen, die beim Spendenschwimmen des DLRG den Temperaturen trotzen.
Respekt gilt all jenen, die beim Spendenschwimmen des DLRG den Temperaturen trotzen. (Foto: Lisa Sperlich)
Lisa Sperlich

Für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren findet am 10. September um 19 Uhr ein Schnuppertraining statt. Wer Interesse hat, meldet sich per Mail an

info@tettnang.dlrg.de

Anlässlich ihres 85-jährigen Bestehens hat die DLRG Ortsgruppe Tettnang am Sonntag ein großes Spendenschwimmen im Freibad Ried veranstaltet. Trotz grauem Himmel und kühleren Temperatur haben insgesamt 26 Schwimmer teilgenommen. Mit etwa 44,7 Kilometern sind am Ende des Tages 1200 Euro an Spenden zusammengekommen. „Wir bedanken uns bei allen tapferen Schwimmern, die bei 15 Grad Außentemperatur für unsere Ortsgruppe geschwommen sind“, teilt Johannes Schweer fürs DLRG mit. Die Spendensumme fließt in die Ausbildung und Ausrüstung der DLRG-Wachgänger.

Ein großer Unterstützer war der Lions Club Tettnang. Mit vier Schwimmern haben sie 500 Euro an die DLRG Tettnang gespendet. „Wir unterstützen gerne soziale Zwecke und die junge Truppe der DLRG leistet gute Arbeit“, sagt Bernd Boolzen, Mitglied des Lions Club Tettnang. „Gerade das Kinderschwimmen muss gefördert werden, damit alle Kinder schwimmen lernen können.“ Auch Tobias Bär von der Bäckerei Bär schwamm seine Bahnen für den guten Zweck. „Man ist doch selber froh, dass jemand kommt, wenn man in Not ist.“

Neben dem Spendenschwimmen gab es am Nachmittag einen Cocktailstand mit selbstgemixten Getränken und zwei Auftritte der Bands „Second Flash“ und „Lake Side“.

Auch das Deutsche Rote Kreuz Tettnang und das Jugendeinsatzteam (JET) der DLRG-Ortsgruppe Meckenbeuren waren mit Infoständen und Vorführungen zur Ersten Hilfe vor Ort. Von Raphael Danner, Leiter der Ausbildung der DLRG Tettnang, gab es Tipps bei plötzlich auftretender Müdigkeit und Erschöpfung im Wasser. „Am wichtigsten ist es, Ruhe zu bewahren und die kraftsparende Rückenlage einzunehmen“, sagt er. „Falls noch andere im Wasser sind, immer lautstark auf sich aufmerksam machen.“ Bei Muskelkrämpfen solle man versuchen, den betroffenen Muskel zu dehnen und sich langsam zum Ufer zurückzubewegen. „Um solche Gefahren Situationen zu vermeiden, gilt grundsätzlich, nicht zu weit rauszuschwimmen und die eigene Kraft und Kondition nicht zu überschätzen.“

„Viele denken, dass einen das Seepferdchenabzeichen zu einem guten Schwimmer macht“, ergänzt Johannes Schweer. „Das stimmt aber so nicht.“ Wer den DLRG-Bronze-Schwimmpass bestehen würde, gelte als „sehr guter, sicherer Schwimmer“. Für Erwachsene besteht er aus einem Sprung vom Beckenrand, mindestens 200 Meter Schwimmen in maximal sieben Minuten und der Kenntnis der Baderegeln. Kinder und Jugendliche müssen den Sprung vom Beckenrand, mindestens 200 Meter Schwimmen in maximal 15 Minuten, einmal Tieftauchen mit Heraufholen eines Gegenstandes, Kenntnis der Baderegeln und einem Sprung aus einem Meter Höhe oder einem Startsprung vorweisen. Mit einem Jugendschwimmpass in Bronze, Silber oder Gold kann man bei der DLRG Tettnang ab zwölf Jahren Wachhelfer oder ab 15 Jahren Wachgänger werden und sich mit Diensten im Freibad etwas dazuverdienen.

Für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren findet am 10. September um 19 Uhr ein Schnuppertraining statt. Wer Interesse hat, meldet sich per Mail an

info@tettnang.dlrg.de

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