Startschuss für St. Anna-Quartier

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Nun ist der Grundstein gelegt. Arbeiter heben die Grube für die Tiefgarage des St. Anna-Quartiers bereits seit einiger Zeit aus. Jetzt ruht nach dem Festakt am Dienstagmorgen im Betonfundament der beiden südlich gelegenen Gebäude eine Zeitkapsel mit Bauplänen, Zeitungen und anderen Schätzen.
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Die Wohnungen und Parkplätze: Das Grundstück ist 12 000 Quadratmeter groß. Es gibt 40 Wohnungen mit 1,5 Zimmern, 40 mit zwei Zimmern, 43 mit drei Zimmern und zehn Wohnungen mit vier Zimmern. 97 Wohnungen sind barrierefrei. Es gibt 39 oberirdische und 114 Tiefgaragenstellplätze.

Bewegte / verbaute Massen: Allein für die Tiefgarage werden 32 000 Tonnen Erdreich ausgehoben. Das entspricht 1800 Lastwagenladungen. Verbaut werden 600 Tonnen Stahl, die Verkabelung hat eine Länge von mehr als 74 Kilometern.

Finanzen: Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt rund 21 Millionen Euro. Die Stadt beteiligt sich unter anderem mit etwa 400 000 Euro für den Pavillion, der als Quartierstreff dienen soll. (hil/sz)

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Nun ist der Grundstein gelegt. Arbeiter heben die Grube für die Tiefgarage des St. Anna-Quartiers bereits seit einiger Zeit aus. Jetzt ruht nach dem Festakt am Dienstagmorgen im Betonfundament der beiden südlich gelegenen Gebäude eine Zeitkapsel mit Bauplänen, Zeitungen und anderen Schätzen. Die Aufforderung aus dem Hintergrund, bitte auch die Rechnungen hinein zu legen, war da wohl eher scherzhaften Charakters.

127 Wohnungen sollen bis Ende nächsten Jahres im St. Anna-Quartier entstanden sein. Stufenweise, aber zügig, wie Lothar Reger im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung betont. Er ist Vorstand des Bau- und Sparvereins Ravensburg eG, der als Projektpartner mit an Bord ist.

Hälfte unter dem Mietspiegel

30 Prozent der Wohnungen sollen sieben Euro pro Quadratmeter kosten, 20 Prozent 9,50 Euro, der Rest soll dem Mietpreisspiegel der Stadt Tettnang entsprechen, sagte Reger in seinem Grußwort. Der liege bei 11,68 Euro, lieferte Vorstand Sebastian Merkle von der Genossenschaft Familienheim Schwarzwald-Baar-Heuberg die fehlende Zahl später in seinem Grußwort nach, das sich vor allem um Größenordnungen rund um den Bau drehte (siehe Kasten). Beide Genossenschaften arbeiten bei dem Projekt als Bauherrengemeinschaft genossenschaftliches Wohnen (BGWo) zusammen.

Doch Reger begrüßte zuvor noch die zahlreichen weiteren Kooperationspartner und Beteiligten: allen voran die katholische Kirche, die ihren Grund günstig im Rahmen eines Erbbaupachtvertrags zur Verfügung gestellt hat. Ebenso aber auch die Stiftung Liebenau als Vermittler und Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Partnern. „So ein kleiner Teil Geburtshelfer“ beschrieb Stiftungsvorstand Markus Nachbaur die Rolle später in seiner Rede.

„Der Kirche ein Dorf geben“

Und auch die Stadt: Bürgermeister Bruno Walter betonte die Herausforderung des Bevölkerungswachstums in Tettnang, das letztendlich auf 22 000 Einwohner zusteuere. Oft würden auf Baugrundstücken keine Mietwohnungen geschaffen – hier brauche man Partner, sprach er der katholischen Kirche einen besonderen Dank aus.

„Der Kirche ein Dorf geben“ zitierten die Redner immer wieder ein Credo von Pfarrer Rudolf Hagmann. Die Kapelle St. Anna werde Zentrum des Quartiers werden, sagte Sebastian Merkle. Und Markus Nachbaur freute sich, dass das Wohnprojekt mit einem sozialen Zweck und Inklusion verbunden werde. Es beinhaltet auch einen Quartierstreff samt der Gemeinwesenarbeit, „wo das Soziale seine Mitte findet“ (Nachbaur). Die 50-Prozent-Stelle wird (hauptsächlich) von der Stadt Tettnang sowie von der Stiftung Liebenau finanziert.

„Ein sehr wichtiger Impuls“

Pfarrer Rudolf Hagmann war als Letzter an der Reihe. „Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf“, sagte er. Menschen würden hier Heimat erfahren und in Beziehung zueinander treten. „Wenn dieser Impuls von St. Anna ausgehen kann, ist das ein sehr wichtiger Impuls“, sagte Pfarrer Hagmann.

Wie so ein Impuls aussehen kann, zeigte Hagmann später lebenspraktisch – und von vielen unbemerkt –, als er St. Anna-Anwohner Thorsten Gaißer, der auch auf den Plakaten an der Baustelle zu sehen ist, seine Maurerkelle schenkte. Die ziert sein Name, ebenso wie bei den anderen Ehrengästen, darunter Vertreter der Stadt, der Genossenschaften und Kirchen, der Stiftung und weiterer Kooperationspartner. Sie alle hatten gemeinsam symbolisch die Zeitkapsel im Grundstein einbetoniert.

Weitere Informationen und die Möglichkeit, sich für eine Wohnung zu bewerben, gibt es unter www.bgwo.de

Die Wohnungen und Parkplätze: Das Grundstück ist 12 000 Quadratmeter groß. Es gibt 40 Wohnungen mit 1,5 Zimmern, 40 mit zwei Zimmern, 43 mit drei Zimmern und zehn Wohnungen mit vier Zimmern. 97 Wohnungen sind barrierefrei. Es gibt 39 oberirdische und 114 Tiefgaragenstellplätze.

Bewegte / verbaute Massen: Allein für die Tiefgarage werden 32 000 Tonnen Erdreich ausgehoben. Das entspricht 1800 Lastwagenladungen. Verbaut werden 600 Tonnen Stahl, die Verkabelung hat eine Länge von mehr als 74 Kilometern.

Finanzen: Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt rund 21 Millionen Euro. Die Stadt beteiligt sich unter anderem mit etwa 400 000 Euro für den Pavillion, der als Quartierstreff dienen soll. (hil/sz)

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