Situation Kreuzweiher ist immer noch ungeklärt

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Eine solche Schwimmperspektive am Kreuzweiher könnte selten werden, wenn die Gemeinde die Verkehrssicherungspflicht nicht überni
Eine solche Schwimmperspektive am Kreuzweiher könnte selten werden, wenn die Gemeinde die Verkehrssicherungspflicht nicht übernimmt. (Foto: Oej)

Fragen zur Situation am Kreuzweiher und den anderen Gewässern im Umkreis sind am Montag im Gemeinderat aufgekommen. Unklar war, nachdem ein mögliches Badeverbot kolportiert wurde, die Bänke abgebaut wurden und über Verkehrssicherheit diskutiert wurde (die Schwäbische Zeitung berichtete), wie es weiter gehen soll.

Bürgermeister Reinhold Schnell hatte dazu eine Klärung mit dem zuständigen Amt versprochen, samt Tendenz aus dem Gemeinderat, sich für den Kreuzweiher als Ort für Naherholung einzusetzen. Das Landesamt für Vermögen und Bau, Außenstelle Ravensburg, hatte signalisiert, dass – gegen Übernahme der Verkehrssicherungspflichten durch die Gemeinde – alles wie früher laufen könne, samt Badebetrieb, Mähen, Bänken, Tischen und Badetreppe. Sollte die Gemeinde allerdings dazu nicht bereit sein, wäre die Alternative eine Renaturierung des Westufers mit dem Ende von Bade-, Aufenthalts- und Erholungsmöglichkeiten.

Aktuell fragten mehrere Bürger nach der Übernahme der Verkehrssicherungspflicht – und fanden auch bei einigen Räten Zustimmung, wie bei CDU-Rat Udo Hunstiger, der betonte: „Lächerlich, das kann nicht sein, das müssen wir auf die Reihe kriegen.“ Dass die Angelegenheit wohl „ans Eingemachte“ geht, zeigte sich bei einzelnen Wortmeldungen, bei denen von „Lachnummer“ die Rede war, von „Verantwortung für die Bürger“ und davon, dass es abgesehen von durchsetzungsschwachen Müttern mit schlammverschmutzten Kindern (bei abgelassenem Kreuzweiher) in den letzten Jahrzehnten keinen einzigen Vorfall dort gegeben habe.

Heiterkeit kam bei der Frage auf, ob denn, wenn sich einer an der Rathaustür stoße, auch das Rathaus geschlossen werde. Auf die Frage, was es denn im Falle der Übernahme der Verkehrssicherungspflicht die Gemeinde Maßnahmen und Versicherung kosten würde, wollte sich der Schultes nicht einlassen. Er wiederholte jedoch die Zusicherung aus früheren Gesprächen zum Thema: „Am Geld soll es nicht scheitern.“ Außerdem versprach er, dass bis Ende des Monats eine Entscheidung fallen solle. Bleibt die Hoffnung für die örtlichen Bade- und Erholungsfreunde ebenso wie für Besucher, dass sie vielleicht ab August wieder auf einer Bank sitzen können – und den Blick auf den Kreuzweiher oder das Baden darin für den Rest des Sommers genießen dürfen. Aber womöglich gibt es noch eine Neuauflage der Diskussion für die anderen Gewässer des Landes in der Gemeinde.

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