Situation eskaliert: Randalierer tritt Polizistin mehrfach ins Gesicht

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Blaulicht Polizei
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. (Foto: Friso Gentsch/dpa / DPA)
Schwäbische Zeitung

Nach einer Auseinandersetzung an einer Tankstelle hat ein polizeibekannter 36-jähriger Mann eine 21-jährige Polizisten durch Tritte ins Gesicht so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste. Das berichtet die Polizei.

Beim Eintreffen der Polizei schrie der Mann laut herum. Die Beamten nahmen ihn in Gewahrsam, um weitere Straftaten zu verhindern. Der 36-Jährige hatte laut Polizei zuvor einen an der Straße schlafenden 46-jährigen Mann aus bislang nicht bekannten Gründen angegriffen.

Dabei schlug er ihm zunächst mit einer Bierflasche und später mit einem Stuhl massiv auf ihn ein. Das Opfer erlitt erhebliche Verletzungen im Gesichtsbereich.

Angriff beim Alkoholtest

Er musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Der deutlich unter Alkoholeinwirkung stehende Angreifer wurde von den Polizeibeamten mit Handschellen gesichert und in den Streifenwagen gesetzt.

Hier versuchte er, wieder auszusteigen, und musste von der Beamtin zunächst in das Fahrzeug zurückgeschoben werden.

Als die Polizistin kurze Zeit später bei ihm einen Atemalkoholtest durchführen wollte, trat er ihr unvermittelt mehrfach ins Gesicht und verletzte sie dadurch so schwer, dass die 21-Jährige ebenfalls von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Polizei setzt Pfefferspray ein

Auch der zu Hilfe eilende 38-jährige Kollege wurde von einem Tritt am Arm getroffen und dadurch leicht verletzt. Nur unter Einsatz von Pfefferspray gelang es schließlich, den Angriff zu beenden und den Störer mit Unterstützung einer weiteren hinzugerufenen Streife wieder unter Kontrolle zu bringen.

Der Mann wurde schließlich aufgrund seiner psychischen Auffälligkeit in ein Fachkrankenhaus eingeliefert. Zur Nationalität des Angreifers machte die Polizei keine konkreten Angaben.

Er wird sich nun wegen einer Reihe von Straftaten zu verantworten haben, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

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