Sie bringen Worte zum Klingen

Lesedauer: 4 Min
 Harald Fuchsloch, Andreas Glatz, Rainer Oswald, Bastian Elben, Ralf Berner, Günter Weber
Harald Fuchsloch, Andreas Glatz, Rainer Oswald, Bastian Elben, Ralf Berner, Günter Weber (Foto: Annette Rösler)
Annette Rösler

Tettnang - Lyrik und Liederhat die Band Wortklang am Sonntagabend im Martin-Luther-Gemeindezentrum in Tettnang einem begeisterten Publikum präsentiert.

Viele Zuhörer waren „Wiederholungstäter“, sie kannten die Band schon von Konzerten und Gottesdiensten. Seit 15 Jahren stehen die vier Künstler Ralf Berner (Bass/Gitarre), Andreas Glatz (Gesang, Piano), Rainer Oswald (Saxofon) und Günter Weber (Sprache) in der Region gemeinsam auf der Bühne, um Worte zum Klingen zu bringen. In diesem Jahr feiern sie eien runden Geburtstag – mit „Lieblingsstücken aus 15 Jahren - Lyrik und Lieder“.

„Anfangs haben wir uns gewundert, warum die Leute wieder kommen“, offenbarte Günter Weber, der Mann für die Sprache. Unterstützt wurde die Band von zwei hervorragenden Gastmusikern: Gitarrist Bastian Elben und Schlagzeuger Harald Fuchsloch. Zu hören waren selbstverfasste Lieder und Texte sowie Beiträge von Lyrikern und Liedermachern.

„Durch die Zeiten eilen wir, die Zeit verrinnt“ – ein nachdenklicher Text zum Innehalten, mit wunderschöner Musik gepaart – ließ das Publikum gleich zu Beginn des Konzerts die harmonische Vereinigung von Wort und Klang spüren. Humorvolle, ernste, auch religiöse Texte aus der Passionszeit, Gedichte zu Abschied und Tod, untermalt von jazzigen Klängen, brillant begleitet von Rainer Oswald mit seinem Saxofon, gesungen von Andreas Glatz, bezauberten die Zuhörer. Wunderschön das Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse, gesprochen von Günter Weber, begleitet von Piano und Gitarre.

„Schicksale sollen uns berühren, wir wollen Zeichen geben, dass Beharrlichkeit zum Ziel führt und das Schicksal anderer uns nicht gleichgültig ist. Mit Texten und Liedern für Freiheit, Gerechtigkeit, für Menschenrechte und mehr Menschlichkeit, wollen wir darauf aufmerksam machen, was aktuell in unserem Land passiert“, sagte Günter Weber. In den Worten „Utopie“ ging es um den Traum von einer besseren Welt, sanft untermalt von Gitarrist Ralf Berner. Temperamentvoll das Stück über die digitale Welt und die Verbreitung von falschen Informationen: „Bringt sie zum Schweigen, damit die Wahrheit Wahrheit bleibt“, sang Andreas Glatz.

Auch zum Thema Liebe hatten die Künstler berührende Gedichte und Lieder zu bieten. Nach Gedanken über Gott und das Sterben mit wundervollen Texten und Musik gab es einen Riesenapplaus. Ein Dank ging an Tettnang, begleitet von sanften Reggae-Klängen, und es folgte das Versprechen wiederzukommen. Die Zugabe mit einem Lied über Freunde ließ den lyrisch-musikalischen Konzertabend zu Ende gehen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen