SG Argental bestätigt Vorstand im Amt

Lesedauer: 6 Min
Harmonie in der prächtig funktionierenden und erfolgreichen SG Argental, (von links): Ortsvorsteher Peter Bentele, Schatzmeister
Harmonie in der prächtig funktionierenden und erfolgreichen SG Argental, (von links): Ortsvorsteher Peter Bentele, Schatzmeister Werner Ruetz, Geschäftsführerin Annette Bentele und der Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Kemmer. (Foto: sig)
Schwäbische Zeitung
Siegfried Großkopf

Im vollbesetzten Foyer der Laimnauer Argentalhalle haben die Mitglieder der SG Argental am Freitagabend ihren Vorstand mit Wolfgang Klemm als Vorsitzenden und Werner Ruetz als Schatzmeister einstimmig wiedergewählt. Für weitere zwei Jahre wurde Geschäftsführerin Annette Bentele eingesetzt. Trotz hoher Investitionen für das Funktionsgebäude in Oberlangnau und den Rasenneubau in Laimnau schreibt der größte Club im Argental mit Ausstrahlung weit darüber hinaus schwarze Zahlen.

Das besondere Interesse gilt den mehr als 300 Kindern und Jugendlichen im Verein, die Vorsitzender Wolfgang Klemm das „Kapital“ der SG nannte. Sie an den Verein zu binden und für sie weiterhin Übungsleiter und Trainer zu finden, die sie fördern, ist der Vereinsführung ein besonderes Anliegen. Wie das gehen kann, daran arbeiten Vorstand und Abteilungen. Das Ziel im Jugendfußballbereich, auf dem Weg zu den Aktiven „kein Kind zu verlieren“, machen sich alle Bereiche zueigen.

Der Verlauf der Hauptversammlung verriet große Harmonie im Gesamtverein mit seinen acht Abteilungen von Fußball über Handball, Gymnastik mit Freizeitabteilung und Kinderturnen, Volleyball, Tae Kwon Do, Tanzfitness/Hip-Hop-Gruppe und Tischtennis bis zu Badminton. Eines der Erfolgsrezepte der Sportgemeinschaft: Hier werden Entscheidungen von einem „Vereinsrat“ beschlossen, der aus dem Vorstand und den Abteilungsleitern besteht.

Während Vorsitzender Wolfgang Klemm seinen Rechenschaftsbericht in einer Power-Point-Präsentation verpackte und dabei nicht nur das vergangene Jahr streifte, verrieten die einzelnen Abteilungssprecher am Mikrofon, was bei ihnen sogar höherklassig (Handball/Fußball) gelaufen und wie vielfältig das Vereinsleben in der SG ist. Dank und Lob gab es neben anderen für die Helfer des „Rock im Vogelwald“

SG hofft auf Zuschüsse für Jugendförderung

Die Note „Eins plus“ gab die Kassenprüferin Schatzmeister Werner Ruetz für seinen Kassenbericht, in dem er Zahlen in einer Größenordnung bis 200 000 Euro an die Wand warf, die von ihm ehrenamtlich im Verein bewegt werden. Für den „Finanzminister“ gab es entsprechend viel Beifall. Die SG Argental kann jetzt Freiwillige im FSJ einstellen, nachdem man es geschafft hat, für den Freiwilligendienst im Sport anerkannt zu werden. Jetzt hofft man auf Zuschüsse, um entsprechende Angebote zur Förderung im Kinder- und Jugendsport machen zu können.

Die Vereinsführung weiß um die wachsende Bedeutung des Sponsorings im Sport und dessen Platzierung im Digitalbereich. Wolfgang Klemm stellte Partnerschaftsangebote des Vereins an Firmen vom Premium- bis zum Bronze-Bereich vor, die bereits Früchte tragen. So hat man drei Banken und die Firma RAFI in Ravensburg-Berg an sich gebunden – und befinde sich mit letzterer dann in einer Liga mit dem SC Freiburg. Jetzt sucht man nach einem Koordinator für die Gestaltung und Pflege der Homepage und einen Mitarbeiter für das Marketing.

Stolz ist man bei der SG über die Fortschritte am Funktionsgebäude in Oberlangnau, für dessen Verwirklichung man nicht zuletzt Ortsvorsteher Peter Bentele dankbar ist, der aus einem „geht nicht“ ein „geht doch“ gemacht hat. Und dankbar ist man den Vereinsmitgliedern, die schon 5000 freiwillige Arbeitsstunden dort investiert haben. Insbesondere die 2017 „ungeschlagene AH“ tut sich hier hervor und sorgt dafür, dass das Haus im Sommer fertig sein wird. Gesucht wird ein Neun-Sitzer-Ersatzbus. Hier will man zunächst das weitere Geschehen auf dem Dieselmarkt beobachten.

Ziel: Verein will Jugendtrainer besser unterstützen

Wolfgang Kemmers Dank galt den allein 20 Jugendtrainern in der Abteilung Fußball, die zu finden immer schwieriger wird. Der Grund: Neben den Trainings unter der Woche müssen sie an Wochenenden zu den Spielen fahren, sich weiterbilden und dafür Urlaub nehmen. Das alles ohne finanziellen Obolus. Hier arbeitet der Verein an einer Lösung in Form einer kleinen Zuwendung als Motivation.

Unter der Leitung von Ortsvorsteher Peter Bentele wurden die Vorstandsmitglieder einstimmig entlastet, nicht ohne zuvor deren Mut und gutes Wirtschaften für zwei Großprojekte zu loben. Größte Anerkennung zollte Bentele den Übungsleitern und Trainern sowie den tollen Erfolgen ihrer Schützlinge in der 2500-Einwohner-Gemeinde.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen