Selina Birk verteidigt ihren Titel

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Schwäbische Zeitung
Ruth Maria Schwamborn

Mit einem fulminanten Einzug der Fahnenabordnungen der teilnehmenden Schützenvereine des Bezirk Oberschwaben ist am Sonntag der 65. Bezirksschützentag eröffnet worden. Bürgermeister Bruno Walter und Bundestagsabgeordneter Lothar Riebsamen (CDU), lobten den Schießsport als guten Ausgleich für junge Leute. Für das nächste Treffen hat sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) angekündigt.

Begleitet von zünftiger Marschmusik des Musikvereines Obereisenbach unter der Leitung von Benedikt Harscher zogen die 39 Fahnenträger durch die große Mehrzweckhalle in Obereisenbach. In seiner Begrüßung dankte Bezirksoberschützenmeister Leonhard Schunk für den Austragungsort und dem Schützenverband Tannau für die Ausrichtung. Er selbst sei jedes Mal überwältigt von dem Aufmarsch der Fahnen. Dies konnte Bürgermeister Bruno Walter nur bestätigen und verband mit dem Einzug gar ein „Gänsehaut-Feeling“. Er lobte das Schützenwesen hinter dem eine große und lange Tradition steht: „ Der deutsche Schützenbund ist nach dem deutschen Turnerbund der älteste deutsche Sportverband.“ Bruno Walter sprach dem Schießen besondere Eigenschaften zu – eine hohe Konzentrationsfähigkeit, körperliche Fitness, innere Ruhe und Gelassenheit – welche in der heutigen schnelllebigen Zeit ein gutes Mittel darstellten, um den hektischen Alltag erfolgreich zu meistern.

Ausgleich für junge Leute

Auch Bundestagsabgeordneter Lothar Riebsamen (CDU) zeigte sich beeindruckt und hatte seine eigene Interpretation dafür, dass der Schießsport boomt und die Schützenvereine 1,4 Millionen Mitglieder zählt, denn auch Riebsamen ist der Überzeugung, dass in einer Zeit, in welcher die Multitaskingfähigkeit an erster Stelle steht, das Schießen einen Schützen dazu zwingt ,sich auf das eine Ziel zu fokussieren und alles andere auszublenden. Dies stelle einen hervorragenden Ausgleich für die jungen Leute dar. Ebenso sei der Aspekt der Heimat und Tradition nicht außer Acht zu lassen. Viele Menschen sehnen sich in dieser globalisierten Welt danach, Heimat und Verbundenheit zu erleben.

In einem Punkt waren sich alle einig, dass die Vereine es nicht einfach haben, da viele Menschen sich nicht mehr mit einem Ehrenamt identifizieren können und es an Nachwuchs mangelt. Indes zeigte sich die Präsidentin des Württembergischen Schützenverbandes Hannelore Lange zufrieden mit einem erfolgreichen Jahr 2017. Natürlich seien die Auflagen und Gesetze strenger geworden und umso mehr freue sie sich, dass es weniger Beanstandungen vonseiten des Ordnungsamtes gab. Auch die Weiterentwicklung der Schützenzeitung nannte sie als wichtige und zu fördernde Maßnahme. Ganz besonders freute sich Hannelore Lange verkünden zu können, dass für den nächsten Bezirksschützentag Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sein Kommen zugesichert habe.

Zahlreiche Ehrungen

Unter dem Motto: „Ehre, wem Ehre gebührt“ konnte Barbara Noll etliche Mitglieder mit einem Ehrenzeichen in Silber oder Gold vom Württembergischen Schützenverband auszeichnen. Die 24-jährige Selina Birk vom KKSC Steinach konnte erfolgreich ihren Titel verteidigen und ist somit wieder neue Bezirksschützenkönigin.

In der anschließenden Delegiertentagung hörten die Anwesenden viel Positives über die Jugendarbeit und die Sportschützen. welche nicht nur national sondern auch international beachtliche Erfolge erzielen konnten. Trotz Nachwuchssorgen bleiben die Verantwortlichen zuversichtlich angesichts der gelebten Kameradschaft und dem Zusammenhalt innerhalb der Vereine.

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