Schüler schreiben eigenen Roman, der in Tettnangs Vergangenheit spielt

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Gemeinsam mit der Autorin Carola Kupfer und zwei Lehrerinnen schreiben 16 Schüler ein Buch das in Tettnangs Vergangenheit spielt
Gemeinsam mit der Autorin Carola Kupfer und zwei Lehrerinnen schreiben 16 Schüler ein Buch das in Tettnangs Vergangenheit spielt (Foto: Selina Erath)
era und Selina Erath

Mehr Informationen zu dem Bildungsprojekt gibt es im Internet unter

www.buch-macht-schule.de

Einen eigenen Roman schreiben. Dieser Traum wird nun für 16 Schüler des Montfort-Gymnasiums wahr. Im Rahmen des Bildungsprojektes „Buch macht Schule“ schreiben Schüler der siebten bis elften Klasse unter Anleitung der Lehrerinnen Rita Basen und Nicole Kampmann gemeinsam einen Jugendroman, dessen Handlung in Tettnang verankert ist. Schon im März nächsten Jahres kann man den Roman mit selbst gestaltetem Cover in Buchhandlungen kaufen.

Die Geschichte soll in Tettnangs Vergangenheit spielen – besser gesagt vor 300 Jahren. Deshalb mussten die Schüler einiges an Vorarbeit leisten, um sich mit der Geschichte Tettnangs vertraut zu machen. Sie erkundigten sich in Kleingruppen über die damalige Mode, die Gebäude sowie Architektur und bekamen eine „sehr authentische Stadt- und Schlossführung von Gräfin und Zofe“, erklärt Luisa Leibensberger. „Die Schüler haben freiwillig viel Zeit und Energie in das Projekt gesteckt“, so Nicole Kampmann.

Nach ausführlichen Recherchen entschieden sie sich, den Roman im 18. Jahrhundert anzusiedeln, damit das schwäbische Adelsgeschlecht der Grafen Montfort ein Teil ist. Die zwei Handlungsstränge sind das Jahr 1753 – das Schicksalsjahr Tettnangs – und das Jahr 1770. Die genaue Handlung verraten die Schüler aber noch nicht. Bei den Recherchen sei jedoch ein „spannendes Geheimnis aufgedeckt“ worden, verrät Rita Basen.

Da auch Öffentlichkeitsarbeit ein Teil des Projektes sein soll, hat die AG ihre eigenen vier Pressesprecher, die Rede und Antwort stehen. „Für das Projekt bekommen wir große Unterstützung von der Schule“, erzählt Tobias Kummer. Der Zehntklässler sei über Nicole Kampmann auf das Projekt aufmerksam geworden und hat sich mit einem Kumpel dazu entschieden, teilzunehmen.

Die Zehntklässlerin Luisa Leibensberger hat schon „zuvor gerne geschrieben“ und auch bei dem Schreibwettbewerb Montfortikus an ihrer Schule mitgemacht. Ronja Vetter aus der neunten Klasse sagt: „Ich lese in meiner Freizeit sehr gerne, weswegen ich bei dem Projekt mitmache.“ Auch die Elftklässlerin Paula Gut empfindet das Ganze als eine „einmalige Möglichkeit“, die sie ergreifen wollte.

„Buch macht Schule“ ist ein Bildungsprojekt der Schriftstellerin Carola Kupfer und des Verlegers Wolfgang Schröck-Schmidt aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Dieses Jahr erscheint das 30. Buch, das die Autorin gemeinsam mit Schülern erarbeitet hat. Das Montfort-Gymnasium ist die erste Schule aus der Bodenseeregion, die bei diesem Projekt mitmacht.

Carola Kupfer unterstützt die Schüler in Form von Workshops. Sie entwickelt gemeinsam mit ihnen aus den Ideen einen Plot und bringt ihnen die Grundkenntnisse für kreatives Schreiben bei. „Bei dem ersten Workshop haben wir mit der Autorin besprochen, wie es überhaupt zu einem Buch kommt, und gemeinsam die komplette Handlung des Romans skizziert“, sagt Paula Gut. Außerdem lernen die Schüler etwas über die Buchbranche und den Umgang mit Medien, Marketing und Öffentlichkeit kennen.

Die AG trifft sich von nun an wöchentlich. In Gruppen von zwei bis drei Schülern schreiben sie dann den Roman kapitelweise auf Grundlage des gemeinsam erstellten Plots. Das funktioniert durch eine „genaue Absprache untereinander“, erklärt Luisa Leibensberger. Außerdem wurden bei dem Workshop „schon die Übergänge der Kapitel besprochen“, sagt Tobias Kummer.

Mehr Informationen zu dem Bildungsprojekt gibt es im Internet unter

www.buch-macht-schule.de

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