Rund um Tettnang stehen bei der Weihnachtsaktion drei Projekte im Fokus

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schwäbische.de/weihnachtsspendenaktion

Die Weihnachtsspendenaktion 2020 „Helfen bringt Freude“ startet am kommenden Samstag, 21. November. Die Fotos für diesen Beitrag wurden vor der Pandemie aufgenommen.

Die Weihnachtsaktion der Schwäbischen Zeitung beginnt wieder. In den vergangenen Jahren haben die Leser der „Schwäbischen Zeitung“ immer wieder unter Beweis gestellt, dass sie ein großes Herz für jene haben, denen es schlechter geht als uns. Und auch in diesem Jahr stehen neben der Hauptaktion für Geflüchtete im Nordirak auch lokale Initiativen aus Tettnang, Meckenbeuren und Kressbronn im Fokus, die in aller Welt aktiv sind.

Die Leser der „Schwäbischen Zeitung“ erfahren, was mit ihren Spenden passiert und lernen die Akteure in den nächsten Wochen besser kennen. Wichtig ist, Projekte nachhaltig zu fördern. Insofern sind die geförderten Initiativen keine unbekannten – und doch ist immer wieder spannend zu sehen, was Spenden bewegen können.

In Tettnang geht es um das Projekt „Pandorga“ in Brasilien, das die Tettnanger Sternsinger unterstützen. Heide Kirst hat in São Leopoldo eine Schule für schwer autistische Kinder ins Leben gerufen. Der Projektname ist das portugiesische Wort für Drache. Dahinter steht die Idee, dass die Menschen, die Heide Kirst betreut, Freiheit brauchen, aber trotzdem eine Sicherheit. Hierfür steht das Bild des schillernden Drachen, der aber immer eine Verbindung zum Boden hat.

Das Projekt läuft jetzt bereits im 25. Jahr. Heide Kirst hatte zuvor in Genf die Arbeit mit Autisten kennengelernt. In São Leopoldo war es damals so, dass Autisten einfach in Heimen für geistig behinderte Menschen untergebracht waren. Viele Ärzte dort waren zudem überzeugt, dass es Autismus nicht gab. Heide Kirst begann in ihrem eigenen Haus mit der Projektarbeit. Mittlerweile kommen täglich rund 40 Kunder und Jugendliche in die Einrichtung. Viele von ihnen stammen aus ärmlichen Verhältnissen. Durch das Betreuungsangebot haben Eltern zudem die Möglichkeit, arbeiten zu gehen.

Der Verein „Djarama“ aus Meckenbeuren unterstützt das Dorf Kassery in Guinea. Solomon Bah stammt von dort und hatte den Verein 2001 mit seiner Frau Anke zusammen gegründet. Ziel ist, die Infrastruktur zu verbessern und Kindern einen besseren Zugang zur Bildung zu ermöglichen. Insbesondere der Bau von Brunnen spielt eine wichtige Rolle. Und auch wenn in Kassery zu Beginn des Projekts fast alle Erwachsenen Analphabeten gewesen sind, können seit 2014 rund hundert Mädchen und Jungen in der Schule unterrichtet werden. Obwohl das Dorf schlecht erschlossen ist, hat der Verein bereits viel erreicht. Doch die Herausforderungen werden nicht weniger, gerade was die Instandhaltung anbelangt.

Das Kressbronn Toril Education Program (KTEP) aus Kressbronn ist seit mehr als 25 Jahren auf den Philippinen aktiv. Dahinter stehen Aurora und Reinhold Kugel. Im Zentrum des Projekts steht die Hilfe zur Selbsthilfe, und zwar durch Ausbildung und Arbeitsbeschaffung. Ein wichtiger Faktor ist beispielsweise der Brunnenbau. Hier sind in der ganzen Laufzeit bereits 250 Stück entstanden. Dadurch haben 100 000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zu KTEP gehört aber auch die Direkthilfe in absoluten Notlagen. Das war etwa zuletzt der Fall, als zwei Erdbeben die Region erschüttert hatten. Auch die Reisaktion steht exemplarisch dafür: Viele Familien sind so arm, dass sogar Reis unerschwinglich ist. Mit Verteilaktionen ist es möglich, dass viele Familien zumindest zu Weeihnachten nicht Hunger leiden müssen.

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Die Weihnachtsspendenaktion 2020 „Helfen bringt Freude“ startet am kommenden Samstag, 21. November. Die Fotos für diesen Beitrag wurden vor der Pandemie aufgenommen.

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