Radweg zwischen Tannau und Neukirch kommt

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Zwischen Tannau und Elmenau soll der neue Radweg entstehen.
Zwischen Tannau und Elmenau soll der neue Radweg entstehen. (Foto: Olaf E. Jahnke/Plan RP Tübingen)
Olaf E. Jahnke

In der Gemeinderatssitzung vom Montag ist auch der Radwegebau Thema gewesen. Zuständig ist hier das Land Baden-Württemberg. Daher hat Jürgen Turnherr vom Regierungspräsidium Tübingen dem Gemeinderat die Pläne vorgestellt. Als Bestandteil der Radwegeplanung der Landessstraßen mit überregionaler Bedeutung ist ein Ausbau der Radverbindung zwischen Kau und Primisweiler beziehungsweise bis zur B 18 vorgesehen.

Für Neukirch geht es aktuell um den Radwegbau zwischen Tannau und Elmenau, mit etwa 2,4 km Länge, wovon 1800 Meter als Neubau und etwa 600 Meter als Ertüchtigung der Gemeindestraße durch Asphaltierung umgesetzt werden sollen.

Dringlichkeit sei gegeben, zeigte Waldherr auf, denn bei Neukirch habe die Verkehrsmengenzählung 6400 Fahrzeuge in 24 Stunden ergeben. Turnherr erläuterte: „Es spielt sich einiges ab auf der Straße.“

Daher sei der Radweg zwischen Tannau und Elmenau im Radverkehrskonzept 2016 des Landkreises Bodensee im vordringlichen Bedarf mit der Prioritätenstufe 1 vorgesehen.

Aufgeteilt werden die Maßnahmen in der Umbauabschnitte. Das ist einmal die Ortsdurchfahrt Tannau mit einem Radfahrschutzstreifen. Dann erfolgt eine Umführung bis Dietmannsweiler – und von dort dann bis Elmenau . Wie Waldherr erläuterte sind einige aufwändigere Maßnahmen vorgesehen, darunter ein Mittelinselumbau und eine Stahlbrücke bei Tannau. Bis Elmenau geht es dann südlich der Straße entlang des Hopfengartens. In Elmenau selbst werden Umbauten der Bushaltestelle, Fahrbahn-Verschiebungen und Gemeindewegsverlegungen notwendig.

Die Planung erfolge in enger Abstimmung der mit der Verkehrsbehörde. Ausdrücklich dankte der Regierungspräsidiumsvertreter den 13 Grundstückseigentümern, die inzwischen fast alle zugestimmt hätten. Der Ausgleich der Maßnahme erfolge überwiegend durch Abbuchung vom Ökokonto des Regierungspräsidiums Tübingen / Referat 47.3 beim Landkreis Bodensee. Darüber hinaus werden entfallende Obstbäume durch die Pflanzung von acht neuen Bäumen ersetzt. Als Ausgleich für die entfallende Feldhecke bei Baldensweiler erfolge die Pflanzung von Feldgehölzen. Waldherr versicherte, dass durch diese und weitere Schutz-, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen die Beeinträchtigungen auf das unbedingt erforderlicher Maß gesenkt und verbleibende Beeinträchtigungen in vollem Umfang ausgeglichen werden.

Kostenträger ist grundsätzlich das Land, für bestimmte Teilabschnitte sei aber eine Kostenbeteiligung vorgesehen. Noch in diesem Jahr soll die Maßnahme in zwei Bauabschnitten ausgeschrieben und mit dem Bau begonnen werden. Veranschlagt ist eine Bauzeit von sechs Monaten. Wobei der Verkehr weiter laufen soll. Fragen kamen aus dem Rat zur Wegeführung und zu den Kosten. Es werde mit Gesamtkosten um 790 000 Euro gerechnet, erläuterte Regierungspräsidiumsvertreter Jürgen Waldherr und die aufwändige Stahlbetonbrücke über den Glockenbach sei eine Folge der Umweltschutzauflagen.

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