Ortsvorsteher brockt am Schnellsten

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 Die Hoheiten lächeln, die Brocker schaffen – und am meisten geschafft hat Ortsvorsteher Joachim Wohnhas. Er bringt es auf 76,95
Die Hoheiten lächeln, die Brocker schaffen – und am meisten geschafft hat Ortsvorsteher Joachim Wohnhas. Er bringt es auf 76,95 Punkte und sichert sich so den ersten Platz. (Foto: Annette Rösler)
Annette Rösler

Bei bestem Sommerwetter haben zahlreiche Besucher am Sonntag das Kauer Hopfenfest an der Seldnerhalle genossen. Beim Höhepunkt – das Preis-Hopfenbrocken – hatte Ortsvorsteher Joachim Wohnhas die Nase vorn. Er gewann mit 76,95 Punkten.

Nach einem feierlichen Gottesdienst, bereichert vom Männerchor Kau, startete das Kauer Hopfenfest mit einem Frühschoppen, bei dem die Neukircher Musikanten mit flotter Blasmusik für Stimmung sorgten. Die Begrüßung der Festgäste hatte Oberschützenmeister Franz-Josef Pfeiffer übernommen. Organisiert wird das Kauer Hopfenfest vom Schützenverein Waldeslust, der sich für Jung und Alt wieder ein kurzweiliges Programm ausgedacht hatte: Enten angeln, eine Kinder-Schießbude, Kinderschminken und der angrenzende Spielplatz boten für die Kleinen reichlich Abwechslung. Auch mit dem kulinarischen Angebot und Drinks an der Cocktailbar konnte man es sich gut gehen lassen.

Vor dem Höhepunkt, dem Preis-Hopfenbrocken nach alter Tradition – nämlich von Hand – verkauften die Tettnanger Hopfenhoheiten Theresa Locher und Lena Heilig auf dem Festplatz in ihrer Tracht Lose, aus denen zehn Hopfenbrocker gezogen wurden. Musikalische Unterhaltung bot dabei Alleinunterhalter „Otti“ mit Schlagern.

Moderator Franz Marschall erklärte die strengen Regeln. Jeder Kandidat hat einen Hopfenstock, eine Ranke, zu brocken. Wenn der Erste fertig ist, müssen alle aufhören. Es geht nach Gewicht, Sauberkeit und Ruhe. Es dürfen keine Stiele und Blätter im Korb liegen und zu viel schwätzen ist auch nicht gern gesehen. Marschall stellte die strenge Jury, bestehend aus vier Schiedsrichtern, vor. Martin Welte, der jedes Jahr die zehn Hopfenstöcke stiftet, Tobias und Franz Rittler sowie Johannes Arnegger, der zum ersten Mal dabei war. Alle sind professionelle Hopfenkenner. Dann bekamen die zehn Kandidaten auch schon eine blaue Arbeitsschürze mit Nummer verpasst und es konnte losgehen. Während konzentriert gearbeitet wurde, erklärten Theresa Locher und Lena Heilig, wie die Hopfenernte heutzutage abläuft und erzählten aus ihrer zweijährigen „Regierungszeit“, die dieses Jahr im Oktober endet. Sie sind viel gereist, sogar in den USA haben sie den Tettnanger Hopfen präsentiert. Für die neue Wahl der Hopfenkönigin und der zwei Prinzessinnen gebe es schon fünf Kandidatinnen, sagte Theresa Locher. Gewählt wird beim Hopfenball im Oktober.

Ein Bier zur Abkühlung

Die Schiedsrichter begutachteten zwischendurch kritisch den Inhalt der Körbe. Es wurde festgestellt, dass Ortsvorsteher Joachim Wohnhas extrem rasant brockte und schon ganz „fertig“ aussah. Man müsse ihm unbedingt etwas zu Trinken bringen, damit er nicht schlappmache, sagte der Moderator mit einem Schmunzeln. Joachim Wohnhas hatte schon beim Zwischenstand die Nase vorn und schaffte es zum Schluss mit 76,95 Punkten auf den ersten Platz. Platz zwei hatte sich Alfred Württemberger mit 74,7 Punkten erkämpft, Platz drei besetzte Gabi Vollmer mit 74,15 Punkten. Ramona Rittler kam mit 72,2 Punkten auf Platz vier und Simon Vollmer auf Platz fünf mit 69,8 Punkten. Platz sechs und sieben mit 67,4 und 67,3 Punkten besetzten Franz Kiechle und Stefanie Probst, Christian Schmidberger mit 65,1 Punkten Platz acht und Bernhard Probst Platz neun mit 64,3 Punkten. Den zehnten Platz übernahm Manuel Württemberger mit 45,6 Punkten. Als Belohung gab es einen Tusch von „Otti“, reichlich Applaus und als Preise Einkaufsgutscheine von der Stadt Tettnang und – wie sollte es anders sein – ein kühles Bier.

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