Neues Schloss in Tettnang wird zum indischen Palast

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Auf eine Pracht wie am Hofe des Maharanas von Mewar, Shriji Singh Mewar von Udaipur (Mitte), hoffen auch die Tettnanger Narren a
Auf eine Pracht wie am Hofe des Maharanas von Mewar, Shriji Singh Mewar von Udaipur (Mitte), hoffen auch die Tettnanger Narren an ihrem Schlossball – auch wenn dieser mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu Gast im Neuen Schloss in Tettnang sein wird. Zumindest gibt es bisher keine anderslautende Stellungnahme des Palastes. (Foto: imago)
Redaktionsleiter

Für das Jahr 2019 habe die Stadt Tettnang fast keine Zusagen für Veranstaltungen in der Stadthalle erteilt, sagt Stadtsprecherin Judith Maier auf Anfrage der Schwäbischen Zeitung. Verwiesen wurde dabei auf laufende Untersuchungen in der Stadthalle, die man erst noch abwarten müsse.

Stattfinden werde dort auch weiterhin das Abitur, „weil es nicht mehr als 199 Schüler und Schülerinnen sind, die sich dort gleichzeitig aufhalten“. Der Erwachsenenkleiderbazar sei nach Laimnau verlegt worden, der Waldkindergarten-Bazar sei nach einer gemeinsamen Besprechung komplett abgesagt worden.

Die Blutspenden seien zugesagt worden, jedoch habe das DRK entschieden, die Spenden während der laufenden Baumaßnahmen in die Argentalhalle zu verlegen. Die JuZu-Party sei zwar genehmigt worden, von der Narrenzunft aber wegen des erheblichen Aufwands abgesagt worden.

Einige andere Veranstaltungen seien bereits im Vorfeld auf die anderen Hallen umgeplant worden. Diese hätten aber auch keine Zusage für die Stadthalle gehabt.

Neues Jahr, neues Thema: Prächtig wie ein Fest in einem indischen Palast soll es auch im Neuen Schloss werden, wenn die Narrenzunft Tettnang am Samstag, 23. Februar, zu ihrem Schlossball lädt. Bei der Hauptübung am Samstag kündigte Zunftrat Wolle Locher Schlangenbeschwörer und Fakire an. Und Saalchef Thomas Raab freut sich auch schon auf den Erfindungsreichtum der Gäste. Im letzten Jahr kamen zum England-Thema gar Teebeutel neben lauter Lords und Ladies. Mit ähnlich ausgefallenen Ideen rechnet Raab auch jetzt zum Thema Indien.

Das Konzept im letzten Jahr sei gut angenommen worden, freut sich Raab. Die Rückmeldungen seien positiv gewesen. Neu waren die verschiedenen Bühnen auf mehreren Ebenen. Schnell hatten die Gäste da den Dreh raus und konnten sich herauspicken, was sie gern sehen wollten. Das soll in diesem Jahr auch wieder so sein. Mit einer Änderung: Die Aichers, 2018 Stimmungsgarant im meist proppenvollen kleinen Südecksaal, kommen jetzt auf die Hauptbühne im Rittersaal.

Tandoori und Tanzen

„Das Tolle an diesem Ballkonzept ist, dass ich das machen kann, was ich von dem Ball haben möchte“, sagt Raab. Sprich: Wer vor allem tanzen möchte, kann das genauso wie derjenige, der einfach ein lustiges Kleinkunstprogramm erleben möchte. Der Eintritt beträgt 49 Euro pro Person, wobei dann allerdings alles inklusive ist, vom Buffett mit verschiedenen Currys oder Tandoori-Hühnchen bis hin zur Kardamon-Schokocreme oder an den drei Bars mit Alkoholfreiem, aber auch Longdrinks oder indischen Spezialitäten wie Bombay Gin oder Lassies. Das beste Gruppenkostüm wird gegen Mitternacht mit einem Frühstücksbrunch-Gutschein für zehn Personen im Schloss Montfort in Langenargen prämiert, das beste Einzelkostüm gewinnt einen Reisegutschein von der Reisewelt Montfort.

Bisher traditionell am Rosenmontag, haben die Organisatoren den Schlossball in diesem Jahr auf den Samstag vor der Hochfasnet umgeplant: So können die Gäste am Sonntag in Ruhe ausschlafen, und der Schlossball findet so nicht mehr lediglich einen Tag vor dem großen Umzug am Fasnetsdienstag statt.

Etliche Gruppen sind in der Stadt unterwegs

Klassisch bleibt es beim Weiberball am Gumpigen, 28. Februar. Da gibt es ab 20 Uhr in der Sporthalle der Schillerschule wieder die Getränke-Börse. Dort ändern sich die Preise den ganzen Abend über. Wer früh komme, habe noch Chancen an der Abendkasse. Der Eintritt kostet acht Euro, für Stimmung sorgen DJ Marco MZee, der Fanfarenzug Montfort und die Lumpenkapelle Eschach.

Beim kompletten Programm am Gumpigen von der Schülerberfreiung über Rathaussturm und das Unterhaltungsprogramm bis zum abendlichen Weiberball gilt dabei wieder das Motto „Bis vier nur Bier“. Diese Maßnahme im Rahmen der Aktion Sichere Fasnet, so Raab, „machen wir so weiter.“

Er freut sich, dass wieder zunemend Narrengruppen in der Stadt unterwegs gewesen sind. Davon lebe die Tettnanger Fasnet. Die Gruppen und Grüppchen in oft aufwändigen Verkleidungen und mit lustigen Reimen oder Mottos im Gepäck machen am Gumpigen Halt an etlichen Orten und bei zahlreichen Unternehmen in Tettnang Rast, darunter auch bei der Schwäbischen Zeitung.

Gemütlich wird es am Vorabend des Schlossballs am Freitag, 22. Februar, ab 20 Uhr, in der Traube. Dort spielt am Abend die Kapelle Probst. Protzt der Schlossball mit einem rauschenden Fest, lebt der Kappenabend von der Wirtschaftsatmosphäre und dem familiären Umfeld in kleinerer Runde.

Von der Stadthalle (wie auf diesem Archivbild) wandert der Kinderball jetzt in die Gymnasiumsaula. Doch auch auf weniger Platz w
Von der Stadthalle (wie auf diesem Archivbild) wandert der Kinderball jetzt in die Gymnasiumsaula. Doch auch auf weniger Platz will die Zunft ein attraktives Programm bringen. (Foto: Narrenzunft Tettnang)

Die Fasnetswoche beginnt am Dienstag, 26. Februar, mit dem Kinderball der Tettnanger Narrenzunft. Los geht es um 14 Uhr in der Aula des Montfort-Gymnasiums. Dort findet der Ball aufgrund der relativ kurzfristigen veränderten räumlichen Voraussetzungen statt. Dementsprechend wird ein Kartenvorverkauf stattfinden müssen. Dieser beginnt kommenden Samstag, 10. Februar, bei Intersport Locher, Storchenstraße 4. Die Eintrittskarte kostet zwei Euro pro Person (Kinder und Erwachsene), gilt aber gleichzeitig als Wertmarke für ein Getränk oder eine Speise. Es dürfen höchstens zehn Karten auf einmal gekauft werden. Die Narrenzunft bittet um Verständnis für das veränderte Konzept und hofft, dass möglichst viele verkleidete Kinder den Weg in die Aula des Montfortgymnasiums finden

Die Karten für den Weiberball gibt es im Onlineshop der Narrenzunft, im Vorsorgecenter Christian Zartl in der Karlstraße sowie für den Schlossball noch zusätzlich in der Reisewelt Montfort in der Karlstraße. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.narrenzunft-tettnang.de

Für das Jahr 2019 habe die Stadt Tettnang fast keine Zusagen für Veranstaltungen in der Stadthalle erteilt, sagt Stadtsprecherin Judith Maier auf Anfrage der Schwäbischen Zeitung. Verwiesen wurde dabei auf laufende Untersuchungen in der Stadthalle, die man erst noch abwarten müsse.

Stattfinden werde dort auch weiterhin das Abitur, „weil es nicht mehr als 199 Schüler und Schülerinnen sind, die sich dort gleichzeitig aufhalten“. Der Erwachsenenkleiderbazar sei nach Laimnau verlegt worden, der Waldkindergarten-Bazar sei nach einer gemeinsamen Besprechung komplett abgesagt worden.

Die Blutspenden seien zugesagt worden, jedoch habe das DRK entschieden, die Spenden während der laufenden Baumaßnahmen in die Argentalhalle zu verlegen. Die JuZu-Party sei zwar genehmigt worden, von der Narrenzunft aber wegen des erheblichen Aufwands abgesagt worden.

Einige andere Veranstaltungen seien bereits im Vorfeld auf die anderen Hallen umgeplant worden. Diese hätten aber auch keine Zusage für die Stadthalle gehabt.

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