Musikanten zeigen, was in ihnen steckt

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 Seit September haben die Krumbacher Musikanten um Dirigent Claus Furchtner für ihr Jahreskonzert geprobt. Für Begeisterung hat
Seit September haben die Krumbacher Musikanten um Dirigent Claus Furchtner für ihr Jahreskonzert geprobt. Für Begeisterung hat bei den Zuhörern eine ganze Reihe an Solisten gesorgt. (Foto: Johannes Kienzler)
Johannes Kienzler

Auf den ein oder anderen „unbekannten musikalischen Pfad“ hat der Musikverein Krumbach seine Zuhörer beim Jahreskonzert am vergangenen Samstag in der Mehrzweckhalle Obereisenbach geführt. Für Begeisterung sorgte dabei eine ganze Reihe an Solisten.

Der Abend startete traditionell mit der Jugendkappelle TOK unter der Leitung von Benedikt Harscher, die das Publikum mit ihren Darbietungen von „The Lion Sleeps Tonight“ und der Filmmusik von „Beverly Hills Cop“ auf das Hauptkonzert einstimmte. Dabei stellte der Musikernachwuchs aus Tannau, Obereisenbach und Krumbach einmal mehr unter Beweis, dass sich die Vereine in Zukunft auf eine Vielzahl junger, talentierter Musikanten freuen dürfen. Mit der „Fanfare for the Champions“ eröffnete der Musikverein Krumbach dann schließlich den Konzertabend. Ein gewagter Opener, wie Dirigent Claus Furchtner sagte, schließlich sei für das Stück ein hohes Maß an Präsenz und Exaktheit im Spielen erforderlich, was seine Musikanten aber hervorragend umzusetzen wussten.

Es folgten die Soli von Julian Martin am Flügel- und von Sybille Kretz am Tenorhorn, die vom Publikum mit reichlich Applaus belohnt wurden. Der „Carrickfergus“, der von Kretz begleitet wurde, war indes das mit Abstand meistgewünschte Stück ebenjener, die im Rahmen des „Wunschkonzerts“ gegen eine Spende für ihr Lieblingslied gestimmt hatten.

Mit der Jazznummer „Brooklyn“, komponiert von Tubavirtuose Nat McIntosh, spielten sich die Musikanten schwungvoll in die zweite Hälfte des Abends. Solisten waren bei diesem Stück Tobias Schrade an der Posaune und Alexander Baumann, der die schwere Komposition auf der Tuba meisterte. Baumann, zugleich Vorstand des Vereins, setzte mit seinem Solo in „Fnugg Blue“ sogar noch einen drauf und entlockte seinem Instrument Töne, die man nur mit einer speziellen Technik erzeugen kann, wie er erzählte. „Es geht darum, gleichzeitig zu singen und zu spielen und dabei Scratch-Laute zu erzeugen, die man vom DJ-Pult kennt“, sagte er nach dem rundum gelungenen Konzertabend in der Mehrzweckhalle, der in mehreren Zugaben sein Ende fand.

Die Ehrennadel für die 40-jährige Mitgliedschaft im Verein erhielt am Samstag Saxofonist und Vereinstechniker Hubert Enzenmüller. Ein weiterer Jubilar war Claus Furchtner, der den Verein seit nunmehr zehn Jahren als Dirigent leitet und lobende Worte für seine ‚Truppe‘ findet: „Wir haben hier in Krumbach einen tollen Zusammenhalt, das finde ich beeindruckend.“, so der 51-jährige, der noch lange nicht ans Aufhören denkt. Dafür bestünden im Verein zu viele Freundschaften.

Weitere Geehrte waren Karin Legner und Daniel Amann fürs 20-jährige Jubiläum sowie Lukas Heller, Emma und Gabriel Bentele für ihre zehnjährige Mitgliedschaft.

Zu den Spendengebern des Wunschkonzerts zählten bekannte Unternehmen aus Tettnang und der Region, genauso wie viele Privatpersonen, die dem Verein dadurch helfen, neue Instrumente für die Vereinsjugend zu finanzieren.

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