Mit einem kleinen Trick zum Sieg

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 Ralf Rundel auf „Paco Blue“ gewinnt nach zehn Jahren wieder das S*-Springen beim Turnier auf Gut Moos.
Ralf Rundel auf „Paco Blue“ gewinnt nach zehn Jahren wieder das S*-Springen beim Turnier auf Gut Moos. (Foto: Klaus Eichler)
Klaus Eichler

Ralf Rundel vom RC Rupold hat am Sonntagnachmittag auf „Paco Blue“ das 52. Springreitturnier um den „Paul-Wirth-Gedächtnispreis“ im Tettnanger Naturstadion Gut Moos gewonnen. Rundel setzte sich im Stechen gegen Reiter auf sieben anderen Pferden durch. Zweiter wurde der Fronhofener Constantin Sorg auf „Cadeau“, dem das Kunststück gelang, mit drei verschiedenen Pferden ins Stechen zu gelangen, die Zeit von Ralf Rundel konnte er allerdings nicht toppen. Dritte wurde Caira Mercedes Imfeld auf „Carramba“. Ausrichter war der Reit- und Fahrverein (RFV) Tettnang. „Ich hatte hier schon oft Pech, heute hat’s geklappt“, sagte der strahlende Sieger Ralf Rundel.

Zahlreiche Zuschauer zog es von Freitag bis Sonntag auf die idyllisch in einer ehemaligen Kiesgrube gelegene Reitanlage in Gut Moos. Heike Weiblein vom Organisationsteam und ihre 120 Helfer sorgten wieder dafür, dass nicht nur Ross und Reiter, sondern auch die Zuschauer beste Bedingungen vorfanden. „Ohne diese zahlreichen helfenden Hände wäre dieser Event nicht möglich“, sagte Heike Weiblein, „auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte.“ Vor allem am Samstag, wo es bis in den Nachmittag hinein regnete. Am Freitag aber auch am Sonntag zeigte sich das Wetter allerdings von seiner besseren Seite, Reiterinnen und Reiter fanden pünktlich zum S*-Springen ein bestens präpariertes Terrain vor. 24 Pferde waren zu diesem Springen gemeldet. Einige Reiter versuchten sich auf zwei, Dauergast beim Tettnager Reitturnier Constantin Sorg probierte es sogar auf drei verschiedenen Pferden. Zwölf Hindernisse, darunter eine Dreifach-Kombination, galt es möglichst fehlerfrei und unter 80 Sekunden zu überspringen. Dem ersten, dem dies gelang, war Constantin Sorg auf Ca Savio. Auch auf Cadeau und Casilas blieb Sorg fehlerfrei. Ihm gleich taten es Caira Mercedes Imfeld auf Carramba, Lea-Sophie Gut auf La fille Spéciale sowie Valentin Mainier auf „Over the Top“ und Ralf Rundel auf „Paco Blue“. Somit gingen acht Pferde und fünf Reiter ins Stechen, in dem nicht nur ein fehlerfreier Ritt, sondern auch noch Schnelligkeit gefragt war.

Constantin Sorg eröffnete auf Ca Savio das Stechen, leistete sich allerdings vier Fehlerpunkte. In 48:46 Sekunden und null Fehler setzte sich Caira Mercedes Imfeld zunächst an die Spitze – eine Zeit, die aber von Constantin Sorg auf Cadeau in 44:41 Sekunden klar unterboten wurde. Noch einen drauf packte Ralf Rundel mit einem fehlerfreien Ritt auf „Paco Blue“ in 43:49 Sekunden, an denen sich Lea-Sophie Gut, Valentin Mainier und Sorg auf Casillas die Zähne ausbissen. Alle drei leisteten sich Fehlerpunkte. „Ich habe vor zehn Jahren zuletzt hier gewonnen“, freute sich Ralf Rundel. „Für mein achtjähriges Pferd Paco Blue war es allerdings der erste Sieg in einem S-Springen.“ Wie Sorg bildet auch Rundel seine Pferde von klein an selber aus. Nach der Kombination nahm Rundel einen etwas kürzeren Weg, was ihm gut eine halbe Sekunde auf Sorg einbrachte. „Das war meine einzige Chance“, meinte Rundel, „denn die Pferde von Constantin sind erfahrungsgemäß immer schnell.“ Sorg blieb nur die Gratulation: „Nach der Kombination war mein Weg etwas umständlich, das hat Ralf natürlich erkannt und besser gemacht.“

Den erstmals ausgetragenen „Alfred-Elflein-Gedächtnispreis“ am Freitag, eine Springprüfung der Klasse A**, ging an Bernd Maier vom RFV Tettnang. Der Lokalmatador gewann vor Lisa Anwander (RFV Isny-Rohrdorf) und Heike Böhmer (RFV Oberschwaben). Den „Oldie-Riders-Cup“ mit Stechen für Reiter ab 50 Jahre gewann Birgit Frey (Markgräfler RV Buggingen) vor Volker Schlitz (RV Meckenbeuren-Madenreute) und Rudolf Horn (PSV Leutkirch-Haid). Das neu ins Leben gerufene Mannschaftsspringen gewannen die Ü50-Gladiatoren, vor den Oberschwabengirls und den Flyingstars.

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