Lesung im D&D: Katzentheater in Hiltensweiler

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Noch lacht Wolfgang Meissner, aber in wenigen Sekunden wird seine Frau Doris ihm beim Telefonat im Sketch verraten, dass sie sic
Noch lacht Wolfgang Meissner, aber in wenigen Sekunden wird seine Frau Doris ihm beim Telefonat im Sketch verraten, dass sie sich neu „verliebt“ hat: in eine Katze. (Foto: Johannes Kienzler)
Johannes Kienzler

Es ist eine Lesung der etwas anderen Art gewesen: Ausgestattet mit Katzenmaske und Plüschtieren starteten die Autorin Doris Meissner und ihr Ehemann Wolfgang am vergangenen Freitag im Hiltensweiler Dorftreff ihre Lesung aus dem 2015 veröffentlichten Buch „Glückskatze Laura“.

Das im „tredition“-Verlag erschienene Buch ist als E-Book, Soft- und Hardcover bei allen Buchhandlungen und den gängigen Onlinehändlern erhältlich. Mit jedem verkauften Exemplar geht ein Euro an den Deutschen Tierschutzbund, wodurch bereits eine vierstellige Spendensumme zusammengekommen ist.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die dreifarbige „Glückskatze“ Laura, die eines Tages vor Doris Meissners Terrassentür sitzt und ihr Leben fortan auf lustige und vor allem liebenswerte Art und Weise bereichert. Mit viel Humor erzählt die Autorin Anekdoten aus ihrer beider Leben. Etwa vom Umzug an den Bodensee oder der nervenaufreibenden Zeit, als ihre geliebte Katze von zu Hause ausgebüchst war.

Im Laufe des Buches berichtet Meissner aber auch von den traurigen Seiten, die eine Freundschaft zwischen Mensch und Tier mit sich bringt. Und so spart sie nicht aus, wie Katze Laura nach Krankheit im Alter von fast 20 Jahren eingeschläfert werden musste.

Das Publikum wurde rund zwei Stunden lang von Rollenspielen unterhalten, mit denen das Ehepaar die gelesenen Passagen untermalte. Amüsant war dabei unter anderem das Telefonat zwischen Ehepaar Meissner, in der sie ihm offenbarte, sich neu verliebt zu haben und ihren Mann eine ganze Weile zappeln ließ, ehe sie ihm erklärte, dass kein neuer Mann, sondern ein Vierbeiner dafür verantwortlich ist.

Oder aber die verzweifelte Suche nach einer Maus, die Katze Laura mit ins Haus geschleppt hat und die man schließlich unter der Stereoanlage fand, die als Requisite aufgebaut worden war.

Für die 58-Jährige, die in den 1960-er Jahren auf einem Bauernhof im Hohenloher Land aufwuchs und seit 2006 in Friedrichshafen lebt, war es die achte Lesung. Zuvor war sie bereits in ihrer Heimat, in Augsburg und in Reutlingen aufgetreten.

Dass aus den vielen kleinen Geschichten, die sie über die Jahre für die Familie schrieb, einmal ein Buch werden würde, habe sie anfangs nicht gedacht. Dennoch sind sie und ihr Mann stolz auf den Beitrag, den sie über den Verkauf des Buchs zum Tierschutz leisten können. Und auf ihre Lesungen, mit denen sie die Zuhörer in erster Linie unterhalten wollen.

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