Landesberufsschule erhält neuen Außenbereich

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Die Arbeiten an der Dehoga-Schule in der Weinstraße laufen.
Die Arbeiten an der Dehoga-Schule in der Weinstraße laufen. (Foto: hil)
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Der Asphalt ist mittlerweile aufgerissen, die Arbeiten an der Landesberufsschule für Hotel- und Gaststättenberufe in der Weinstraße laufen. Dass etwas passieren musste, war schon seit 2014 klar. Da begann laut Landratsamt die Überplanung der Außenanlagen. Die Maßnahme sei allerdings über mehrere Jahre verschoben worden. Die derzeit erwarteten Kosten für die Maßnahme liegen bei 961 000 Euro.

Dass der Start jetzt doch nach vorn gerückt ist, hängt damit zusammen, dass ein Kanal, der unter dem Gebäude entlang führt, beschädigt ist. Das kam zutage, als nach einer Ursache für die durchfeuchteten Kellerräume gesucht worden war. Da Abwasser ins Grundwasser gelangt, „besteht dringender Handlungsbedarf“, wie es in einer Sitzungsvorlage des Ausschusses für Umwelt und Technik des Kreistags heißt.

Die Arbeiten werden insgesamt bis Anfang November dauern. Bis Ende August soll das Altmaterial entfernt worden sein. Das muss fachgerecht geschehen, da es teerhaltig ist. Die Tiefbauarbeiten sollen Mitte August beginnen und bis Ende September abgeschlossen sein. Die Belagsarbeiten laufen dann bis Ende Oktober, dann folgt die Beleuchtung.

Das Gelände wird sich dabei grundlegend verändern, erklärt Schulleiterin Petra Wilhelm. Die Zahl der Parkplätze um das Gebäude herum steigt leicht an. „Die Schüler sind einfach zunehmend motorisiert.“ Neu sind auch die Motorradparkplätze. Trotzdem wird es auch einen neuen Pausenbereich mit Gingko-Baum und Bänken hinter der Schule und Sitzgelegenheiten am Teich vor dem Gebäude geben. Auch Hochbeete für frische Kräuter sollen auf dem Gelände entstehen.

Damit soll auch die Aufenthaltsqualität steigen. Denn bisher standen die Schüler in Pausen auf dem Parkplatz zwischen den Autos, berichtet Wilhelm. Neue Bäume sollen für zusätzliche Atmosphäre sorgen. Welche Art genau das sein werde, sei noch nicht klar, sagt Wilhelm: „Wichtig ist aber, dass sie angesichts der Folgen des Klimawandels auch mit Trockenheit klarkommen.“

Wichtig ist Petra Wilhelm: „Die Lampen werden den ganzen Hof ausleuchten. Dunkle Ecken wird es nicht mehr geben.“ Gerade in den Wintermonaten seien diese durchaus Angsträume gewesen, so manchem Schüler oder Lehrer sei da ziemlich mulmig geworden.

Doch auch unabhängig von den Außenanlagen gibt es Veränderungen. Eine davon ist ein Monitor, auf dem Schüler den Vertretungsplan jederzeit aktuell nachverfolgen können. Dieser ist an die Hauptstelle, die Claude-Dornier-Schule in Friedrichshafen gekoppelt. Hinzu kommt bald flächendeckend Wlan. Und im Laufe des nächsten Schuljahres soll es dann per Handy-App Echtzeitinfos über Stundenplanänderungen aufs Mobiltelefon der Schüler geben, so Wilhelm zur fortschreitenden Digitalisierung an der Weinstraße.

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