Kooperation zwischen Schule und Krankenhaus

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In der zweiten Sozialpraktika-Woche des Montfort-Gymnasiums kommen Schüler in die Klinik Tettnang (von links): Zentrumsleitung A
In der zweiten Sozialpraktika-Woche des Montfort-Gymnasiums kommen Schüler in die Klinik Tettnang (von links): Zentrumsleitung Anika Kramer, Stefanie Münser, Henrike Schwier, Justin Gießelmann, Marco Manzini, Philipp Wernlein und Gabriele Hesse, kommissarische Pflegedienstleitung. (Foto: mcb)
Schwäbische Zeitung

Sie hätten ihr Sozialpraktikum auch im Tafelladen, in der Bahnhofsmission, in der Stiftung Liebenau, im Pfingstweid oder in einem Kindergarten machen können. Stefanie Münzer, Henrike Schwier, Marco Manzini, Justin Gießelmann und Philipp Wernlein – allesamt Neunklässler des Montfort-Gymnasiums Tettnang, haben sich aber für ein Pflegepraktikum in der Klinik Tettnang entschieden. Davon berichtet das Klinikum in einem Schreiben.

Für die Klinik Tettnang sind diese fünf nicht die ersten Schüler, die hier in der Klinik auf den verschiedenen Stationen erleben, wie Krankenhaus aus dieser Perspektive aussieht und funktioniert – sie alle sind überrascht davon, wie „freundlich und souverän“ man hier mit kranken Menschen umgeht. Stefanie ist auf der Wochenstation, sieht also auch all die Neugeborenen und findet, dass das eine schöne Praktikums-Station ist. Drei der fünf Gymnasiasten, sind in der Klinik Tettnang zur Welt gekommen und haben so eine besondere Bindung zu Ihrem Krankenhaus.

Dass auch die Praktikanten eine Dienstkleidung haben, betrachten die fünf differenziert: Einerseits fühlt man sich darin ganz gut und zugehörig, andererseits ist man von den „richtigen“ Mitarbeitern aber auch nicht zu unterscheiden… „Aber wir sagen gleich, dass wir nur Praktikanten sind“, haben die Schüler einen Weg für sich gefunden.

Die Kooperation zwischen den beiden Tettnanger Einrichtungen besteht schon länger und ist fruchtbar. „Wir treffen hier einige bekannte Gesichter wieder“, erzählt Marco Manzini und meint junge Menschen, die vor Kurzem ihr Abitur in Tettnang machten und jetzt ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Klinik leisten oder hier sogar eine Ausbildung in der Pflege absolvieren. „Bei mir könnte es später vielleicht in Richtung Medizin gehen oder ich mache eine Ausbildung zum Notfallsanitäter“, blickt Marco, der bei der freiwilligen Feuerwehr ist, in die noch ferne Zukunft nach dem Abitur. Auch Justin sieht sich „vielleicht im pflegerischen oder medizinischen Bereich“.

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