Kleine und große Besucher feiern 100 Jahre St. Maria in Laimnau

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Für die Kinder ist beim Jubiläumsfest einiges geboten.
Für die Kinder ist beim Jubiläumsfest einiges geboten. (Foto: Johannes Kienzler)
Johannes Kienzler

Hundert Jahre ist es her, dass zwei Ordensschwestern aus dem Franziskanerinnenkloster Reute den heutigen Kindergarten St. Maria in Laimnau gegründet haben. Anlässlich dieses Jubiläums wurden am vergangenen Samstag große und kleine Besucher zum gemeinsamen Festen eingeladen – mit reichlich Unterhaltung für die Jüngsten.

Ein Platz für die Kleinsten und eine Grundschule müssen vor Ort einfach vorhanden sein.

Bruno Walter, Bürgermeister 

Sei es nun beim Werkeln, Schminken, Malen oder Basteln. Langweilig wurde es den Jungen und Mädchen in den Räumlichkeiten des Kindergartens nicht. Die zahlreichen Eltern, ehemaligen Wegbegleiter der Einrichtung und interessierten Anwohner konnten sich derweil ein Bild über die Arbeit der Erzieher und die traditionsreiche Geschichte des Kindergartens machen.

Kinder auf Zukunft vorbereiten

Für Bürgermeister Bruno Walter, der mit Ortsvorsteher Peter Bentele den Eröffnungsgottesdienst in der St. Peter und Paul-Kirche mitgestaltet hatte, sind Kindergärten wie St. Maria von großer Bedeutung für das Zusammenleben in den Ortschaften.

„Ein Platz für die Kleinsten und eine Grundschule müssen vor Ort einfach vorhanden sein“, sagte Walter, besonders wenn man die Entwicklung der vergangenen Jahre betrachte.

Anforderungen an Erzieher sind gestiegen

So sei durch den Kindergartenrechtsanspruch für Kinder unter drei Jahren ein riesiger zusätzlicher Bedarf an Kindergartenplätzen entstanden. Und auch die Anforderungen an die Erzieher haben sich laut Walter verändert. „Heutzutage reicht es nicht mehr, nur mit den Kindern zu spielen. Stattdessen haben Kindergärten einen Erziehungsauftrag, und aus den Jungen und Mädchen sollen bereits früh kleine Schüler geformt werden.“

Ähnlich sieht das die Leiterin von St. Maria, Silke Schubert. „Wir wollen unsere Kinder gut auf das zukünftige Leben vorbereiten“, erklärte sie, „und ihnen unsere Werte vermitteln.“ Eine Einstellung, die auch Ortsvorsteher Peter Bentele, der einst selbst im Laimnauer Kindergarten gewesen ist, zu schätzen weiß. „Für mich ist es wichtig, dass die Kinder von Anfang an im christlichen Sinne erzogen werden“, sagte er nach dem Eröffnungsgottesdienst. „Deshalb ist es gut, dass der Kindergarten in eine katholische Trägerschaft eingebunden ist und die Jungen und Mädchen in Gottesdienste miteinbezogen werden.“

Ein Konzept, das funktioniert. Und wenn es nach Silke Schubert geht, auch noch weitere hundert Jahre so bestehen könnte. Auch wenn sie dann nicht mehr im Dienst stehen wird, wie sie lachend hinzufügt.

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