Kleine Forscher auf Spurensuche

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Viele Waldtiere können die Kinder unter dem Mikroskop besser erkennen.
Viele Waldtiere können die Kinder unter dem Mikroskop besser erkennen. (Foto: Anette rösler)
Schwäbische Zeitung
Annette Rösler

Einen spannenden Vormittag im Tettnanger Wald haben zehn Kinder aus der Manzenbergschule im Rahmen des Sommerferienprogramms erlebt.

Von Bernd Heim-Bühler, der als Abfall- und Umweltschutzexperte im Landratsamt Bodenseekreis tätig ist, erfuhren sie, wie achtlos weggeworfene Plastikverpackungen zur Todesfalle für unzählige große und kleine Waldtiere werden können. Jedes Kind bekam ein Kärtchen mit einem Tierbild angeheftet, wobei die bevorzugten Tiere Eichhörnchen, Igel und Vögel waren, Mistkäfer und Wurm hingegen waren weniger gefragt. „Igitt, wie eklig“, hieß es zuerst, als Bernd Heim-Bühler aus einem Terrarium unbekannte, schwarze Tiere holte. Es waren afrikanische Tausendfüssler, die über zehn Zentimeter lang werden und auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig sind. Schnell verloren die Kinder jedoch ihre Scheu, nahmen sie in die Hand und Somia fand sie so „süß“, dass sie unbedingt einen mit nachhause nehmen wollte,

Vorab hatten die jungen Forscher reichlich Informationen über die verschiedenen Tierarten erhalten und wurden anschließend mit einem Insektensauger und Gläsern ausgestattet, deren Deckel aus einem Vergrößerungsglas besteht. Nun waren sie nicht mehr zu halten und sammelten mit Begeisterung Tiere ein, die zum Teil mit bloßem Auge kaum zu erkennen waren. Ameisen, Asseln, Wanzenarten, Laufkäfer, verschiedene Spinnen, Tausendfüssler, Ohrwürmer sowie kleine Frösche und Kröten wanderten in die Gläser und konnten unter einem Mikroskop genau betrachtet und ihre Art bestimmt werden. „Ich hätte nie gedacht, dass es auf dem Waldboden so viel zu sehen gibt, das ist wirklich spannend“, meinte Max.

Alle gesammelten Tiere wurden wieder in die Freiheit entlassen und die Gruppe machte sich quer durch den Wald auf, um Müll in einem Handkarren zu sammeln und Spuren von Tieren zu suchen. Sie fanden Schlafplätze von Rehen und betrachteten Baumrinden, an denen der Schwarzspecht Zeichen seiner Nahrungssuche hinterlassen hatte.

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