Kinder kommen Maja und Willi ganz nah

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Summ, summ, summ: In Tettnang summen die Bienchen herum. Bei den Ferienspielen stehen die Insekten im Mittelpunkt.
Summ, summ, summ: In Tettnang summen die Bienchen herum. Bei den Ferienspielen stehen die Insekten im Mittelpunkt. (Foto: Annette Rösler)
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Wissenswertes über Bienen haben Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren anlässlich Ferienprogramms jüngst bei Familie Veser in Waldhub erfahren. Andreas Moser und Karl Veser vom Imkerverein Tettnang/Friedrichshafen gaben in einem theoretischen und praktischen Teil Einblicke in das Bienenleben.

„Wer von euch weiß, wie viele Bienenwesen es gibt?“ fragte Andreas Moser. „Königin ,Drohne und Arbeiterin“, antwortete die neunjährige Lia prompt. Eine Bienenkönigin legt täglich bis zu 2000 Eier und kann zwei bis fünf Jahre alt werden, erklärte Andreas Moser. Die männliche Biene, die Drohne, ist an einem kräftigeren Körperbau zu erkennen und kann nicht stechen. Sie stirbt nach der Paarung mit der Königin. Die Bienen, die die meisten (er-)kennen, sind die Arbeitsbienen. Sie können sich untereinander mit Rund- oder Schwänzeltänzen die Entfernung von Nahrungsquellen beschreiben, die Sonne dient ihnen als Kompass. Die Arbeiterin hat in ihrem nur 40-tägigen Leben verschiedene Jobs. Sie arbeitet, unter anderem . als Putzbiene, Amme; Wächter- oder Baubiene. Wenn die Waben im Bienenstock „verdeckelt“ sind, sagte Moser, holt sich der Imker den Honig, den die Bienen für ihr Volk als Wintervorrat gesammelt haben. Die Bienen bekommen als Ersatz Zuckerwasser.

Nicht nur wegen des Honigs sondern vor allem wegen der Bestäubung der Pflanzen seien die Bienen wertvolle Nutztiere und sorgten für den Erhalt wichtiger Kultur- und Wildpflanzen, so Moser. Deshalb sei es enorm wichtig, ihren Lebensraum zu erhalten.

Nach der Theorie freuten sich die Kinder schon auf den praktischen Teil, bei dem ein Bienenstock von innen betaunt werden konnte. Mit einem so genannten Smoker, der einer Raucherzeugung dient, wurden die Bienen von Karl Veser ruhig gestellt und die Kinder scharten sich nahe um den Bienenstock. Einige Bienen waren damit nicht einverstanden und setzten ihren Stachel ein. Nach kurzer Aufregung, ein paar Tränchen und einer Portion Spitzwegerich als Heilmittel, erfuhren die Kinder, dass eine Biene für ein Glas Honig dreimal um die Welt fliegen müsste. Da in einem Bienenstock rund 35 000 Bienen leben, geht es im Team etwas einfacher. Zum Abschluss des gemeinsamen Nachmittags ließen die beiden Imker die Kinder aus dem Honigtopf naschen.

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