Katzen sind die häufigsten Pflegefälle

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86 Samtpfoten nahm der Tierschutzverein Tettnang im vergangenen Jahr entweder zur Pflege oder zur späteren Vermittlung auf.
86 Samtpfoten nahm der Tierschutzverein Tettnang im vergangenen Jahr entweder zur Pflege oder zur späteren Vermittlung auf. (Foto: dpa/Symbolbild)
Schwäbische Zeitung

Die Tettnanger Tierschützer haben sich vor Kurzem im Sportheim Ried zur Mitgliederversammlung getroffen. Neben Neuwahlen stand der Jubiläumsrückblick auf 20 Jahre Vereinsgeschichte auf der Tagesordnung.

Vorsitzende Gabi van de Löcht berichtete zunächst über die Aktivitäten des vergangenen Jahres: Im Vergleich zum Vorjahr verdoppelten sich mit 140 Einsätzen die Tierschutzfälle. Auch 2017 lag der Schwerpunkt wieder bei den Katzen: Insgesamt 86 Samtpfoten wurden vom Verein entweder zur Pflege oder zur späteren Vermittlung aufgenommen. Für 70 von ihnen konnte ein neues Zuhause gefunden werden. Hinzu kamen mehr als 40 wildlebende Katzen, die der Verein im letzten Jahr kastrieren ließ. Einige entlaufene Stubentiger fanden durch die Unterstützung des Vereins wieder zu ihren Besitzern zurück. Die vom Verein betreuten Katzen leben bis zum Umzug in ein neues Zuhause in privaten Pflegestellen, wo sie liebevoll betreut und auch gesund gepflegt werden, schreibt der Verein in einem Pressebericht.

Verschiedene andere Tiere, wie zum Beispiel Igel, Tauben, Hunde und Kaninchen beschäftigten den Verein ebenfalls. Schwerpunkt wird allerdings auch in Zukunft wohl die Kastrationen von freilebenden Katzen und Hofkatzen sowie die Aufnahme von Pflegekatzen und deren Vermittlung bleiben, berichtet der Verein weiter.

Zwei Flohmärkte des Vereins, die Aktion von Künstler Hendrik Tuttlies am Bähnlesfest und diverse größere und kleinere private Spenden bescherten dem Verein trotz hoher Tierarztkosten im fünfstelligen Bereich eine zufriedenstellende Jahresbilanz. Die Futterspendenbox im Kaufland Bürgermoos erbrachte im vergangenen Jahr 872 Kilogramm an Futter, ein wertvoller Beitrag für die Versorgung der dem Verein anvertrauten Tiere. Nicht benötigtes Futter gibt der Verein, an andere Tierschutzorganisationen weiter.

Bei den Neuwahlen des gesamten Vorstands gab es nur einen Wechsel: Die neu gewählte Schriftführerin Carmen Arnold löste den bisherigen Amtsinhaber Sebastian Liehr ab, der nicht mehr kandidierte. Alle übrigen Vorstandsmitglieder sowie die Kassenprüfer wurden einstimmig wiedergewählt. Die Versammlung genehmigte einstimmig die neu überarbeitete Satzung und war ebenfalls mit der Anhebung des Mitgliedsbeitrags ab 2019 um fünf Euro einverstanden.

Der Diavortrag von Danja Rimmele über 20 Jahre wechselvolle Vereinsgeschichte brachte anschließend einige erstaunliche Anekdoten zutage. Von den Anfängen mit sieben Gründungsmitgliedern bis zur heutigen Vereinsgröße mit mehr als 100 Mitgliedern zeigte sie die vielfältigen Aufgaben eines Tierschutzvereins auf.

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