Karlstraßenhändler freuen sich auf ihr Fest

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Gruppenfoto mit Riesenpizza: Die Händler in der Karlstraße freuen sich auf den Start des Fests mit Kugelrennen.
Gruppenfoto mit Riesenpizza: Die Händler in der Karlstraße freuen sich auf den Start des Fests mit Kugelrennen. (Foto: Fotos: Mark Hildebrandt)
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Die Technik in den Chips

Um die Chips in den Kugeln hat sich der frühere futronic-Geschäftsführer und Lionsclubmitglied Wolfgang Lachmann gekümmert. „Jeder Chip hat ab Werk eine einmalige Nummer“, sagt er. In der Kugel schlummert er erst einmal, bis er dann beim Kugelrennen im Zielbereich das Lesegerät passiert. Das produziert ein schwaches elektrisches Feld, so Lachmann: „Und das reicht aus, um den Chip mit so viel Strom zu versorgen, dass er diese Nummer über eine Antenne an das Lesegerät senden kann.“ Chips mit der gleichen Funktionsweise gibt es beispielsweise bei Schlüsselkarten in Hotels oder als Diebstahlschutz in Bekleidungsgeschäften. Beim Kugelrennen kommen ganz einfache Chips zum Einsatz. Trotzdem können Besucher am Ziel an der Schlossapotheke auf einem Bildschirm in Echtzeit sehen, ob ihre Losnummer gewonnen hat. Das findet Lachmann wichtig, schließlich sei eine solche Form des Zieleinlaufs „einer Elektronikhochburg würdig“. Die Preise gibt es direkt oder tags darauf bei Empen Optik. Die Nummern werden auch im Internet unter www.lions-tt.de veröffentlicht. (hil)

Das Karlstraßenfest rückt näher. Am Donnerstagabend werden dort zahlreiche Händler und Wirte bis 22 Uhr geöffnet haben. Auf der Straße soll es Häppchen, Aperitifs, Spezialitäten aus aller Welt oder einfach ein schwäbisches Vesper geben, umrahmt von Musik. Ein Höhepunkt soll ab 19.30 Uhr das Kugelrennen des Veranstalters, dem Lionsclub Tettnang Montfort, sein – erst mit 14 Kugeln samt Geldpreisen für Kindergärten, dann mit Tausend Kugeln der Zuschauer.

Nun gab es im Vorfeld kritische Töne (wir berichteten). Im Kern ging es inhaltlich darum, dass die Karlsträßler dieses Fest eben nur für sich machten, damit ihr eigenes Süppchen kochen wollten und so Händler in anderen Straßen ausschließen würden. Auch sei es wichtig, die Aktionen aller Tettnanger Händler zu koordinieren, war eine Rückmeldung des Stadtmarketings. Ebenso das Signal, man wolle da jetzt natürlich keine Steine in den Weg legen.

Eine Reaktion nach Erscheinen des Artikels war Bedauern aufseiten der Händler und Wirte in der Karlstraße. Denn so sei das schließlich nicht gemeint gewesen, ist die Rückmeldung zahlreicher Gewerbetreibender auf die kritische Reaktion. „Wir sitzen doch alle in einem Boot“, sagt etwa Adler-Wirtin Ulrike Speth-Zappone. Dennoch sei es wichtig, dass es nach der Baustellenzeit einen Aufbruch gebe.

Händler: Stadt profitiert von Fest

Optiker Sven Empen verweist darauf, dass sehr viele Händler in der Karlstraße mitmachen würden. Und dass eben auch die Stadt von einer Aktion wie dieser profitiere. Das sehen auch Miriam Eberhardt von der Schlossapotheke und Jürgen Niedermayer von der Reisewelt Montfort so. Das Fest sei etwas Tolles. Und es sei eben auch wichtig, aktiv zu werden. Dies auch vor dem Hintergrund, so Miriam Eberhardt, dass sich noch nicht alle Geschäfte in der Straße ganz von den Folgen der Baustelle erholt hätten. Aber eben auch, sagen viele Händler, weil man die schöne Straße jetzt auch gut für ein Fest für die Tettnanger nutzen könne.

Das soll ab 18 Uhr unter den Schlagworten Gemeinnützigkeit und Genuss stehen. So kommen Preise des kleinen Kugelrennens der Tettnanger Lions direkt den 14 Tettnanger Kindergärten zugute. Ihre Kugeln haben die Kleinen selbst beklebt oder bemalt. Das Ergebnis ist im Schaufenster von Optik Empen zu sehen, direkt neben der Eingangstür. Ausschließlich dort gibt es auch noch Lose für die Kugeln des Hauptrennens zu kaufen – der Großteil sei schon vergeben, sagt Sven Empen. Die Händler haben hierfür Preise im Wert von insgesamt 3000 Euro gestiftet.

Ein Teil des Erlöses mancher Stände geht ebenfalls an gemeinnützige Organisationen, so etwa vom schwäbischen Vesper, das die Schlossapotheke und die Reisewelt Montfort gemeinsam auf die Beine stellen. Auch die Rotarier sind auf teba-Höhe unter anderem in Sachen Philippinenhilfe vertreten.

Genuss, weil zum einen Musik das Geschehen umrahmt, das von Gaumenfreuden geprägt sein soll. Egal ob es jetzt türkisches Baklava sind oder italienische Antipasti, Feinkost oder ein Schmalzbrot, Aperol oder eine Weizenbierbowle. Dazukommt noch Unterhaltung mit einem Zauberer, einem Ballonkünstler oder bei Mitmachaktionen wie Handlettering oder einem Tischkickerturnier.

Die Technik in den Chips

Um die Chips in den Kugeln hat sich der frühere futronic-Geschäftsführer und Lionsclubmitglied Wolfgang Lachmann gekümmert. „Jeder Chip hat ab Werk eine einmalige Nummer“, sagt er. In der Kugel schlummert er erst einmal, bis er dann beim Kugelrennen im Zielbereich das Lesegerät passiert. Das produziert ein schwaches elektrisches Feld, so Lachmann: „Und das reicht aus, um den Chip mit so viel Strom zu versorgen, dass er diese Nummer über eine Antenne an das Lesegerät senden kann.“ Chips mit der gleichen Funktionsweise gibt es beispielsweise bei Schlüsselkarten in Hotels oder als Diebstahlschutz in Bekleidungsgeschäften. Beim Kugelrennen kommen ganz einfache Chips zum Einsatz. Trotzdem können Besucher am Ziel an der Schlossapotheke auf einem Bildschirm in Echtzeit sehen, ob ihre Losnummer gewonnen hat. Das findet Lachmann wichtig, schließlich sei eine solche Form des Zieleinlaufs „einer Elektronikhochburg würdig“. Die Preise gibt es direkt oder tags darauf bei Empen Optik. Die Nummern werden auch im Internet unter www.lions-tt.de veröffentlicht. (hil)

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