Junge Musikerinnen erfreuen mit Violine, Cello und Gesang

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Die jungen Musikerinnen Esther Bauer, Silvia Kretz, Emma Meschenmoser und Vera Nachbaur (v.li.).
Die jungen Musikerinnen Esther Bauer, Silvia Kretz, Emma Meschenmoser und Vera Nachbaur (v.li.). (Foto: Helmut Voith)
Helmut Voith

Zahlreiche Familienangehörige, Mitschüler und Freunde haben am Dienstagabend beim Abiturientenkonzert des Montfort-Gymnasiums den Rittersaal im Neuen Schloss gut gefüllt und ein anspruchsvolles Konzert erlebt.

Es ist Tradition am Gymnasium, dass die Schüler des Neigungsfachs Musik eine Woche vor der Abiturprüfung ihre Musikstücke als eine Art Generalprobe vorführen. Das baut Spannungen ab und zeigt zudem, welch hohes Niveau hier verlangt wird. Vier junge Damen kamen festlich gekleidet und – wie es schien – unaufgeregt auf die Bühne. Zu spielen waren jeweils zehn Minuten nach eigener Wahl, dazu ein Pflichtstück, das Musiklehrer Joachim Trost acht Wochen vor der Prüfung vorgibt und über das bei der fachpraktischen Prüfung ein zehnminütiges Kolloquium erfolgt. Damit ist allerdings die Prüfung noch nicht beendet: Bei der praktischen Prüfung, die am Dienstag stattfindet, geht dem Musikvortrag und dem Gespräch eine 75-minütige Klausur mit Gehörbildungs- und Tonsatzaufgaben voran. Nach Ostern folgt im Rahmen des schriftlichen Abiturs noch eine vierstündige Klausur mit Aufgabe zur musikalischen Analyse.

Die vier Musikerinnen haben sich nicht von diesen Hürden abhalten lassen und zeigten ein hohes Niveau, vergleichbar dem, was in ihrer Altersgruppe bei den Wettbewerben von „Jugend musiziert“ geboten wird. Es machte Spaß zu beobachten, wie sich die jungen Musikerinnen ihrer Aufgabe stellten und wie sie den Kontakt mit ihrer Begleitung am Klavier und dem Publikum im Saal pflegten. Viel Abwechslung war beim Zuhören geboten, denn die musikalische Reise führte vom Barock über die Klassik bis in die Romantik. Am Klavier begleitet von Jürgen Jakob, machte die Geigerin Esther Bauer den Anfang mit Sätzen von Johann Sebastian Bach, Mozart und Schumann. In sechs Liedern von Fanny Hensel, Mozart, Händel, Schubert und Hugo Wolf ließ Silvia Kretz bald schelmisch, bald anrührend eine schöne Mezzosopranstimme hören, am Klavier begleitete sie Stefan Nachbaur. Mit Ina Weißbach am Klavier spielte Emma Meschenmoser auf dem Cello feierliche und volkstümlich tänzerische Werke von Vivaldi, Beethoven und Paul Bazelaire. Reichen Applaus erntete zuletzt Vera Nachbaur, die von ihrem Vater Stefan Nachbaur begleitet wurde, mit Werken für Violine von Dvorak, Telemann und Pugnani-Kreisler.

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