JU: Tobelstraße soll Sackgasse bleiben

Lesedauer: 3 Min
JU-Vorsitzender Daniel Funke, Hauptinitiator der Tobelstraßen-Anwohner Jochen Würstle und stellvertretender Vorsitzender Thomas
JU-Vorsitzender Daniel Funke, Hauptinitiator der Tobelstraßen-Anwohner Jochen Würstle und stellvertretender Vorsitzender Thomas Maier (von links) bei der Besichtigung der Tobelstraße. (Foto: JU)
Schwäbische Zeitung

Die Junge Union (JU) Tettnang-Meckenbeuren hat sich vergangenes Wochenende mit Anwohnern bei einer Begehung im Tobel ein Bild der verkehrstechnischen Gesamtsituation vor Ort gemacht. Nach intensiven Gesprächen und Rückmeldungen von Anwohnern der Tobelstraße sowie aus Rückschlüssen des selbst ausgearbeiteten Verkehrskonzeptes der Tettnanger christdemokratischen Unionsvereinigungen, sprechen sich die jungen Christdemokraten einhellig für die Beibehaltung der Sackgassen-Regelung in der Tobelstraße aus. Das berichtet die JU in einer Stellungnahme an die Presse.

Für den JU Vorsitzenden Daniel Funke sei die Faktenlage eindeutig und lasse keine andere wirkungsgleiche und kostengünstigste Alternative zu, als die jetzige Sackgasse mit Pollern beizubehalten, heißt es in der Stellungnahme. „Die Tobelstraße hat ein spezielles Alleinstellungsmerkmal in Tettnang: Die unübersichtlichen Engstellen und Höhenunterschiede mit erheblich begrenzter Sichtweite und fehlenden Gehwegen sind bei einem Durchgangsverkehr ein erhebliches Verkehrsrisiko für alle Verkehrsteilnehmer. Als Anliegerstraße ist sie nicht für einen solchen Verkehr konzipiert“, resümiert Funke.

Denn die drückende Mehrbelastung und Steigerung des Verkehrsaufkommens der vergangenen fünf Jahre von 800 auf 1500 Fahrzeuge pro Tag sei für eine ausgewiesene Anliegerstraße und für die Anwohner nicht tragbar. Ebenso sei die Tobelstraße als mögliche Ausweichstrecke keine zielführende und langfristig gerechte Lösung, denn hierfür würden ja extra die innerörtliche Entlastungsstraße gebaut, welche den Verkehr bündeln soll. Des Weiteren führe eine verkehrsberuhigte Tobelstraße zur Entschärfung und deutlichen Verbesserung des Unfallschwerpunktes und der potentiell hohen Rückstaugefahr in der Seestraße.

Funkes Stellvertreter, Thomas Maier, weist in dem Schreiben auch auf die Stellungnahme des ADAC hin, der dieser Faktenlage einhellig beipflichte. „Der ADAC warnt explizit vor den dortigen Gefahren der Verkehrssicherheit und führt zudem die Tobelstraße im Schulwegeplan der Schillerschule an. Sicherheitsrelevante Funktionen können mit einer Öffnung der Straße nicht gewährleistet werden. Das ist für die Schulkinder unzumutbar.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen