Hunger nach Gerechtigkeit

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 Der Flötenkreis stimmt die Besucher auf den Gottesdienst ein.
Der Flötenkreis stimmt die Besucher auf den Gottesdienst ein. (Foto: Annette Rösler)
Annette Rösler

Mit einem feierlichen Festgottesdienst in der Schlosskirche hat die Martin-Luther-Kirchengemeinde am Sonntagmorgen die 61. Aktion von „Brot für die Welt“ unter dem Motto „Hunger nach Gerechtigkeit“ eröffnet.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Gemeindeessen im Martin-Luther-Gemeindezentrum statt und es gab die Möglichkeit zur Wahl des neuen Kirchengemeinderats und der Synode des Landes Baden-Württemberg. Zu Beginn des Gottesdiensts stimmte der Flötenkreis unter Leitung von Elisabeth Ammann die Kirchenbesucher mit der Motette „Herr unser Herrscher“ auf die Feierlichkeiten ein. Brot für die Welt bemüht sich seit mehr als 60 Jahren deutschlandweit um die Überwindung von Ungerechtigkeit, Hunger und Armut.

Trotz vieler Erfolge hungern Menschen weiter, werden verfolgt, gedemütigt und ausgebeutet. Die Aktion Brot für die Welt setzt ihren Kampf um das Recht für gleiche Lebenschancen aller Menschen fort und benötigt deshalb Unterstützung in Form von Spenden.

Nachdem der Flötenkreis das aus dem Messias von Georg Friedrich Händel stammende und von Wolfgang Amadeus Mozart arrangierte „Denn die Herrlichkeit Gottes des Herrn“ gespielt hatte, folgte eine Lesung von Karin Kathan über den Wunsch der Menschen nach Frieden in allen Bereichen. Pfarrerin Martina Kleinknecht-Wagner sprach in ihrer Predigt über das Thema „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“.

Viele Besucher nehmen an Kirchenwahl teil

„Mit welcher Erwartung sind Sie heute aufgestanden“, fragte Kleinknecht-Wagner. Wenn die Tage Mühe machten, seien die Kontrapunkte der Glaube, sagte die Pfarrerin. „Ziehen Sie morgens das Gewand der Liebe an, verharren Sie nicht in 'früher war alles besser’-Gedanken, nörgeln Sie nicht am Anderen herum, tun Sie einander nichts Böses und lassen Sie keinen Argwohn zu. Glauben Sie daran, dass vor uns eine gute Zeit liegt, lassen Sie uns darüber sprechen, was uns trägt und hält, auch als Gemeinde.“ Kleinknecht-Wagner sprach dem alten Kirchengemeinderat ihren Dank und Lob aus und meinte, sie freue sich aber auch auf eine neue Zeit.

Für ihr Flötenspiel erhielten die Musikerinnen des Flötenkreises zum Abschluss nach „Transeamus Usque“ reichlichen Beifall. Martina Kleinknecht-Wagner verlas am Ende des Festgottesdienstes die Namen der Kandidaten des zu wählenden neuen Kirchengemeinderats und ein großer Teil der Kirchenbesucher machte sich auf den Weg zum Martin-Luther-Gemeindehaus, wo im schon gut gefüllten Saal ein kräftiger Eintopf wartete.

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