Hopfenau: Verwaltungsspitze nimmt Steuererhöhung zurück

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Redaktionsleiter

Halbzeit in Hopfenau: Die Aufgeregtheit des ersten Tags ist lange fort. Zielgerichtet laufen Kinder auf dem Gelände von Schiller- und Uhlandschule hin und her, wissen schon genau, wo alles ist und gehen ihren stetig wechselnden Arbeiten nach. Und eine politische Spitze gibt es mit Bürgermeister Felix (8) und seiner Stellvertreterin Eva (10) auch.

Die beiden erleben, wie das Leben in der großen Politik so sein kann: Die Steuern hatten die beiden erhöht. Eva: „Da gab es massive Beschwerden.“ Jetzt sind sie wieder so niedrig wie zuvor. Hintergrund dieser Entscheidung war, dass die Kinder vor zwei Jahren derartige Reichtümer gescheffelt hatten, dass sich einige mit ihren alten Hopfi-Scheinen demonstrativ bei der Auftaktveranstaltung Luft zugefächelt hatten.

Das Problem ist gelöst, sagt Felix, halt nur anders. Zehn Hopfis darf jeder als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Mehr lohnt sich auch nicht. Das Geld sieht jedes Mal anders aus, das alte verliert seinen Wert.

Nachrichten machen schnell die Runde. Entweder über die Zeitung oder das Spielstadtradio Hopfenau. Egal ob es die Eröffnung des Aussichtsturms ist, für den ForstBW das Material gestiftet hat, oder ob es Musikwünsche sind. Am Ende werden 50 Kinder Radio gemacht haben. Große Unterstützung habe es da seitens des Elektronikmuseums Tettnang gegeben, erklärt Volker Biberger, einer der Radio-Betreuer neben Kerstin Merkl, Daniel Biberger und Beah Ehlers.. Noch bis zum Ende am Donnerstag können auch Hopfenau-Nachbarn auf 94,4 MHz mithören. In der Kinderspielstadt läuft der Sender überall. Er hat sogar die Genehmigung der Landesanstalt für Kommunikation in Baden-Württemberg und der Bundesnetzagentur und ist vollkommen legal.

Nun gilt es, die Herausforderungen der nächsten Tage anzupacken. Eine davon ist die hohe Temperatur. Die Kinder trinken viel. Die Politik macht hier aber noch nicht halt. „Wir haben einen Rasensprenger organisiert, weil es so heiß ist“, sagt Bürgermeisterstellvertreterin Eva. Da ist die Steuererhöhung vergessen.

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