Hallelujas führen zur Weihnacht

Lesedauer: 4 Min
Mit frischem dynamischem Gesang erfreuen die fünften Klassen beim Weihnachtskonzert.
Mit frischem dynamischem Gesang erfreuen die fünften Klassen beim Weihnachtskonzert. (Foto: Helmut Voith)
Christel Voith

Wenn sich lange vorher rund um St. Gallus die Parkplätze füllen, dann ist klar: Das Montfort-Gymnasium hat zum Weihnachtkonzert eingeladen. So hat Schulleiter Thomas Straub mit Freuden wieder so viele Zuhörer begrüßen dürfen, dass sie die Kirche „hinten deutlich überbevölkert“ haben. Und wieder hat sich bestätigt, dass das Tettnanger Gymnasium mit seiner Schulmusik führend ist und man das Konzert mit all seinen Facetten einfach nur genießen kann.

Den Zusammenhalt der Musikkollegen zeigt schon der Auftritt der Jüngsten, des Auswahlchors aus allen fünften Klassen, denn vom E-Piano aus begleitet Patrick Brugger seine Kollegin Veronika Lau, auch ein kleines Streichensemble spielt mit. Auswendig singen die Fünfer unter Laus Leitung europäische Weihnachtslieder, dynamisch und beschwingt ist ihr Gesang, mit Power enden sie mit „Feliz Navidad“. Platzwechsel für den Unterstufenchor: Jetzt dirigiert Patrick Brugger und Veronika Lau sitzt am Piano. Dieser Chor guckt ins Blatt, dafür singen die Kinder bereits sehr schön differenziert mehrstimmig. Mit akzentuiertem Rhythmus kommt das Spiritual „Let My Light Shine Bright“ herüber, sehr schön kontrastieren die hellen und die tieferen Stimmen im abschließenden freudigen Alleluja.

Nun ist die Stunde des gemeinsamen Kammerorchesters von MGTT und Musikschule gekommen. Temperamentvoll gehen die jungen Streicher unter Joachim Trosts Leitung Händels Sinfonia aus dem Oratorium „Salomo“ an, begleitet von einer einsamen Querflöte. Im innigen Violinsolo der Meditation aus Massenets Oper „Thais“ begeistert die 17-jährige Vera Nachbaur mit reinem, lyrischem Ton, sensibel untermalt vom Streicherensemble. Spannend ist dann das Allegretto aus Karl Jenkins 1996 veröffentlichtem Concerto grosso, das in seinem imposant gesteigerten Spielfluss inspiriert ist vom Ebenmaß des Renaissance-Architekten Andrea Palladio.

Klangvollen Chorsätzen

Von zwei Seiten zeigt sich Joachim Trosts Großer Chor: erst mit klangvollen Chorsätzen von Mendelssohn und John Rutter auf der Orgelempore zu Orgelbegleitung, dann am Altar, wo zuvor noch der Eltern-Lehrer-Chor ELCH unter Bruggers Leitung a cappella und mit Piano anspruchsvollen Chorgesang hören lässt. Freudig schließt der ELCH ab mit dem rhythmischen Spiritual „Virgin Mary had a baby born“.

Wieder singt der Große Chor das festliche Finale. Auch wenn seit G8 die 13er fehlen und der Chor nun auch die Klassen 8 einbezieht, gelingt weiterhin ein kultivierter Chorklang, in dem auch die Männerstimmen bestehen können. Schön sind sie hervorgehoben im beschwingten „Star Carol“ von John Rutter, von dem das lyrische „Candlelight Carol“ folgt. Romantische Farbigkeit entwickelt der Chor mit Mendelssohn und wandert dann mit Händel zurück in den Barock. Glanzvoll schließen Orchester und Chor mit Händels „Halleluja“ ab, ehe überwältigender Applaus einsetzt und zum Ausklang ein gemeinsames Weihnachtslied gesungen wird.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen