Geschlagen, erstickt und gewürgt: Stieftochter und Ehefrau wegen Mordes vor Gericht

Lesedauer: 3 Min
Landgericht Ravensburg
Das Schild mit der Aufschrift „Landgericht“ hängt vor dem Landgerichtsgebäude. (Foto: Felix Kästle/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Fotos seiner schlafenden Stieftochter soll ein Mann aus der Bodensee-Region mit dem Leben bezahlt haben. Nach dem Tod des 59-Jährigen in Tettnang (Bodenseekreis) müssen sich von Mittwoch an eine Frau, ihr Freund und ihre 25 Jahre alte Tochter vor Gericht verantworten.

Die beiden Frauen sollen im April 2019 zunächst auf den schlafenden Mann - mit dem die Ältere verheiratet war - eingeschlagen haben. Am frühen Morgen habe schließlich der neue Lebensgefährte der Frau den 59-Jährigen mit einem Kissen erstickt und mit den Händen gewürgt. Das Opfer starb später in einem Krankenhaus.

Hintergrund der Tat soll der Fund der Fotos auf dem Handy des 59-Jährigen gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft wirft der 25-jährigen Stieftochter Anstiftung zum Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Die 45-jährige Ehefrau des Opfers wurde ebenfalls wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Dem 38-jährigen Freund wird heimtückischer Mord vorgeworfen.

Für die Verhandlung sind derzeit sieben Tage angesetzt, ein Urteil wird für Ende November erwartet. Zum Auftakt des Prozesses am kommenden Mittwoch wird voraussichtlich nur die Anklage verlesen.

Kriminalstatistik 2018 nach Landkreisen

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen