Gemeinderat will Tablets zunächst einmal testen

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Die Testphase mit den Rats-Tablets soll 10000 Euro kosten.
Vorsichtiger Test mit Tablets (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung
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In Ravensburg nutzen viele Räte ihre eigenen Endgeräte, wie auch im Kreistag des Bodenseekreises. Hier haben die Räte die Wahl, ob sie die Unterlagen per Post oder digital erhalten möchten. Wangen entschied sich nach einem Test 2015 gegen Tablets. Nach der Kommunalwahl könnte das Thema dort und in Ravensburg erneut behandelt werden. In Friedrichshafen nutzen die Stadträte seit 2012 für ihre Amtszeit städtische Geräte. Sie können die Unterlagen weiterhin auch per Post erhalten.

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Der Gemeinderat Tettnang will die papierlose Arbeit mit Tabletcomputern erproben. Verläuft der Test erfolgreich, könnten die Gemeinderatsmitglieder nach der Kommunalwahl 2019 möglicherweise nur noch mit Tablets tagen.

Schon jetzt nutzt die Stadtverwaltung ein Onlinesystem, in das sie Unterlagen einstellt. Mal sind diese öffentlich, mal nur für Gemeinderäte abrufbar. Bislang erhalten alle Stadträte die Unterlagen außerdem noch schriftlich. Neu an dem jetzt gefällten Grundsatzbeschluss ist, dass die gewählten Vertreter städteeigene Tablets bekommen könnten, auf denen sie die Unterlagen ansehen, herunterladen, markieren und diskutieren können. Wie das System in Tettnang ankommt, soll jetzt in einem 10 000-Euro-teuren Testzeitraum bis Februar 2019 herausgefunden werden. Zunächst sollen die Geschäftsstelle Gemeinderat und die Amtsleiter mit den flachen Computern ausgestattet werden, dann ausgewählte Gemeinderäte

Kommen die Tablets für alle Mandatsträger, würde die Einführung rund 30 000 Euro kosten. Der Stadtverwaltung schwebt vor, dass entweder alle Räte Tablets nutzen oder niemand. Genau das störte aber Hansjörg Bär (Freie Wähler). Er will Papierunterlagen nutzen können: „Ich bin kein technikaffiner Mensch. Daran mache ich fest, ob ich mich zur Wiederwahl aufstellen lasse.“

Wie genau das System ausgestaltet werde, solle die Testgruppe herausfinden, so die Stadtverwaltung.

In Ravensburg nutzen viele Räte ihre eigenen Endgeräte, wie auch im Kreistag des Bodenseekreises. Hier haben die Räte die Wahl, ob sie die Unterlagen per Post oder digital erhalten möchten. Wangen entschied sich nach einem Test 2015 gegen Tablets. Nach der Kommunalwahl könnte das Thema dort und in Ravensburg erneut behandelt werden. In Friedrichshafen nutzen die Stadträte seit 2012 für ihre Amtszeit städtische Geräte. Sie können die Unterlagen weiterhin auch per Post erhalten.

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