Frauen nehmen sich Zeit für sich

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Svenja malt konzentriert an ihrem Werk.
Svenja malt konzentriert an ihrem Werk. (Foto: Anette Rösler)
Anette Rösser

Um Zeit für sich selbst ist es bei den 27. Tettnanger Frauentagen am Freitag und Samstag in den Räumen der Realschule gegangen. Das zehnköpfige, bestens eingespielte Vorbereitungsteam hat dafür wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Sieben verschiedene Workshops, jeweils aufgeteilt in drei Teile, konnten von Frauen ab 16 Jahren besucht werden. Geplant seien neun Workshops gewesen, zwei seien aufgrund einer zu niedrigen Anmeldezahl nicht zustande gekommen, so Gabi Weber, Karin Huster und Caroline Lindenmüller vom Organisationsteam.

Es sei immer schwieriger, gefragte Themen zu erkennen, da es überall Angebote gebe. Weil die Workshops schon am Jahresanfang geplant würden, hätten sich die Trends bis zum Herbst manchmal bereits verändert. Dennoch sei man mit der Teilnehmerzahl wieder sehr zufrieden gewesen. 67 Frauen hatten sich angemeldet. Die seit Jahren moderat gebliebenen Kursgebühren beinhalten die Abendveranstaltung am Freitag sowie ein reichhaltiges Frühstück am Samstagmorgen. Das Mittagessen und die selbstgebackenen Kuchen boten der Förderverein der Schillerschule an, Kaffee und Getränke stellte das Team der Frauentage bereit, das auch mit Familienangehörigen die liebevolle Dekoration der Räume übernommen hatte.

Über die Kreativität der Frauen ließ sich bei einem Blick in die Workshops staunen. Komplett von Hand genäht, gab es gefütterte Handtaschen aus Filz, die mit tollen Accessoires wie Blüten und Knöpfen verziert wurden. Kursleiterin Margret Vorrath, ein Handarbeitsnaturtalent, half mit entsprechenden Tipps. „Die Frauen haben insgesamt 6,5 Stunden Zeit für ihre Taschen, da muss ganz schön zügig gearbeitet werden“, sagte Margret Vorrath. „Zum Reden haben wir hier keine Zeit“, bemerkte eine über ihre Arbeit gebeugte Teilnehmerin.

Äußerst konzentriert ging es auch beim Workshop „Acrylmalerei auf Keilrahmen“ zu, der von Ulla Piontek geleitet wurde. Ellen malte ein buntes Bild nach einem Hundertwassermotiv für ihre Enkelkinder. Sabine hat früher zu Hause gemalt, findet dort allerdings nicht die nötige Ruhe und ist dankbar, hier im geschützten Raum kreativ tätig sein zu können. Entstanden sind tolle Kunstwerke, die durch Farben und Maltechnik die Persönlichkeit der jeweiligen Künstlerin erkennen ließen. Ein Fotoworkshop, Meditation, Kräuterkunde zur Herstellung von Fußbädern, Ukulele spielen erlernen und eine bequeme Wohlfühlhose nähen standen außerdem auf dem Programm. Zum Veranstaltungsende am Samstagnachmittag gab es zum Ausklang eine Präsentation der Workshops.

Nur dank der Unterstützung vieler helfender Hände, den Sponsoren, der Realschule, dem Förderverein der Schillerschule, dem Familientreff sowie dem unermüdlichen Vorbereitungsteam mit Brigitte Apfel, Martina Feustle, Karin Huster, Caroline Lindenmüller, Monika Obert, Martina Riedle-Wechner, Conny Schütz, Kirsten van Bruggen, Barbara Vorrath und Gabi Weber ist es möglich, dass Frauen für Frauen etwas Neues bieten können, um aus dem Alltagstrott herauszutreten und neue Kraft zu schöpfen.

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