Feuerwehrhaus: Verwaltung prüft Anbau-Varianten

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Konrad Wolf (links) und Stefan Amann stehen auf dem Hof vor dem Feuerwehrhaus. Das Gebäude im Hintergrund könnte einer Feuerwehr
Konrad Wolf (links) und Stefan Amann stehen auf dem Hof vor dem Feuerwehrhaus. Das Gebäude im Hintergrund könnte einer Feuerwehrhaus-Erweiterung weichen. (Foto: Thilo Bergmann)
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Die Stadtverwaltung Tettnang prüft derzeit verschiedene Möglichkeiten, wie Sie das Feuerwehrgerätehaus erweitern kann. Hintergrund ist, dass die Feuerwehrleute dringend mehr Platz benötigen. Drei Fahrzeuge kommen in den nächsten Jahren in den Bestand der Feuerwehr, es fehlt an einem Raum für die Jugend und einem für das Führungspersonal. Derzeit werden außerdem einige der Spinde doppelt genutzt, damit alle Feuerwehrleute in ihre Einsatzkleidung wechseln können.

Noch sei völlig öffen, welche Erweiterung überhaupt in Frage kommt, sagt Stefan Amann vom Fachbereich Bauordnung. Bei allen Optionen gebe es noch Klärungsbedarf – zum Beispiel wegen der angrenzenden Wohnbebauung oder der Statik. „Noch ist überhaupt nichts entschieden“, sagt er.

Zentrale Überlegung ist der Abriss des Gebäudes 19/1. In dem städtischen Gebäude, das an das Feuerwehrhaus angrenzt, befindet sich derzeit eine Wohnung und die Schnelleinsatzgruppe des DRK-Ortsvereins. In dem dann an dieser Stelle entstehenden Neubau mit mindestens einem Stockwerk könnte man Platz schaffen sowie die Fahrzeughalle um drei Stellplätze erweitern. Allerdings gelte es hier zu klären, was mit dem Deutschen Roten Kreuz passieren könnte und wie eine Zufahrt aussehen würde. „Wenn da gebaut wird, dann muss auch ein Keller rein“, sagt Feuerwehrkommandant Konrad Wolf. Nur so könne man genug Lagerfläche generieren, sagt er. Um die Spindbereiche zu erweitern, wäre es außerdem möglich, in den vorderen drei Boxen der bestehenden Fahrzeughalle nur noch kürzere Fahrzeuge zu parken. Dahinter könnte dann eine Mauer errichtet werden, hinter der sich dann Spinde für alle Feuerwehrleute befinden würden.

Eine weitere Möglichkeit für die Erweiterung des Feuerwehrgebäudes wäre das Aufstocken eines Obergeschosses auf bestehende Gebäude, wie die Fahrzeughalle, die an das ursprüngliche Verwaltungsgebäude anschließt. In den dann entstehenden Räumen könnten zum Beispiel auch die Spinde der Jugendfeuerwehr installiert werden. Ein zweites Obergeschoss wiederum könnte auf das rote Werkstattgebäude, das zwischen den beiden Fahrzeughallen liegt, aufgesetzt werden. „Hier wäre alles vorbereitet“, sagt Amann. Auch der Fahrstuhl könnte ohne große Schwierigkeiten erweitert werden. Aber auch bei dieser Variante macht Amann darauf aufmerksam, dass dieser Vorschlag lediglich eine Idee sei, die noch geprüft werden muss. Zuletzt könnte auf das alte Verwaltungsgebäude an der Straße auch ein drittes Stockwerk aufgesetzt werden, sagt Amann. Ein Querbau zu den bestehenden Gebäuden kann es nicht geben, weil die Stadt sich die entsprechende Fläche für die städtische Entwicklung freihalten möchte, sagt Amann.

Kommandant Konrad Wolf wünscht sich, dass 2020 mit den Planungen für eine oder mehrere der Varianten begonnen wird und die Bauarbeiten 2021 fertiggestellt werden. Das sei durchaus möglich, sagte Amann. Aber zunächst müsse der Gemeinderat darüber beraten und dann im Haushalt Planungsmittel einstellen, erklärt er. Bis dahin wägt die Verwaltung ab, welche technischen und rechtlichen Möglichkeiten es bei den Vorschlägen gibt, sagt er. Wolf will in der Zwischenzeit in Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden ermitteln, welchen Raumbedarf die Feuerwehr hat. Das sei notwendig, um Gemeinderat, Bürgermeister und Kreisbrandmeister zu überzeugen, sagt er. Außerdem gebe es Fördergelder für die Um- und Neubaumaßnahmen. Ein anderer Standort kommt aber für ihn nicht in Frage. „Das ist hier ideal. Wir können in jede Richtung ausrücken“, sagt Konrad Wolf.

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