Feuerhexen wählen neuen Elferrat

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Immer bestens gelaunt (von links): der neu zusammengestellte Ausschuss der Feuerhexen mit dem Vorsitzenden Thomas „Tom Tom“ Bürg
Immer bestens gelaunt (von links): der neu zusammengestellte Ausschuss der Feuerhexen mit dem Vorsitzenden Thomas „Tom Tom“ Bürgin, Rebecca Buck (Stellvertretende Häswartin), Vera Schintler (Häswartin), Ralph Teubner (Pressewart und Chronist), Sabine Grün (zweite Vorsitzende), Michael Lang (stellvertretender Gruppenführer), Petra Blersch (Schriftführerin), Marko Kring (Gruppenführer), Udo Walser (kniend, Zeugwart), Kathrin Wagner (Kassiererin) und Corinna Meier (Kinder-/Jugendwartin). (Foto: Narredei Dettlang-Dolang)
Schwäbische Zeitung

Die Narren der Narredei Dettlang-Dolang haben sich im Gathaus Hirsch in Obereisenbach zur diesjährigen Mitgliederversammlung getroffen. Vorsitzender Thomas Bürgin wurde im Amt bestätigt. Die langjährige Schriftführerin Ute Lang wurde unter tosendem Applaus verabschiedet, wie die Narredei mitteilt.

Eine große Hexenschar mit knapp 100 Mitgliedern hat sich zu der Sitzung zusammengefunden. Mit dabei waren auch einige von insgesamt 15 neuen passiven Mitgliedern, welche sich in der vergangenen Fasnet entschieden haben, dem Verein beizutreten, um Feuerhexe zu werden.

Wie üblich ließ der Vorsitzende in einem spanenden Rückblick zunächst die vergangene Fasnetssaison Revue passieren. Dabei musste er auch erwähnen, dass es für den Vereinsausschuss nicht immer einfach sei, den Spagat zu meistern zwischen einem gut geführten Verein, in welchem es eben auch Regeln wie eine Häsordnung gibt, und auf der anderen Seite aber auch eine einfach unbeschwerte Zeit mit der großen Hexenschar mit Brauchtum, Musik und Tanz zu verbringen.

Fünf Neuhexen jucken mit

Im Anschluss wurden unterschiedliche Mitglieder „befördert“. Da passive Vereinsmitglieder nicht sofort ein Häs tragen und zunächst zeigen müssen, dass sie wirkliches Vereinsinteresse haben, vergehen zum Teil mehrere Jahre, bis ein Mitglied in der Fasnet aktiv im Häs mitspringen darf. Fünf Mitglieder an der Zahl wurden durch die Mitgliederversammlung zur Neuaufnahme bestimmt. Sie dürfen nun Stoff nähen, Saum einziehen, einen Hexenbesen basteln und Fell zuschneiden. Komplettiert mit der Maske aus Weymouthskiefer werden die neuen Hexen dann in der nächsten Fasnet nach der entsprechenden Hexentaufe das erste Mal im Hexenhäs auf den hiesigen Gassen unterwegs sein.

Nach der Abarbeitung von drei Anträgen zur Häsordnung und der Vereinsordnung wurde über einen Antrag des Vereinsausschusses abgestimmt. Mit überwältigender Mehrheit stimmten die Mitglieder dafür, im Verein das passive Wahlrecht auf die Vollendung des 16. Lebensjahres zu senken. Damit erhalten die Junghexen mehr Rechte, aber auch mehr Verantwortung und können so durch das frühere Mitbestimmungsrecht enger an den Verein gebunden werden, heißt es in der Pressemitteilung der Narren weiter.

Nach dem Kassenbericht und der einstimmigen Entlastung des Vorstandes standen Neuwahlen an. Schriftführerin Ute Lang gibt aus familiären Gründen und aufgrund beruflicher Veränderungen ihr Amt ab. Acht Jahre war sie den Mitgliedern als unermüdliche „Schreibhex“ bekannt. Bei den folgenden Wahlen wurden zunächst Zunftmeister Thomas Bürgin und seine Ausschussmitglieder Kathrin Wagner als Kassiererin und Vera Schintler als Häswartin jeweils mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Das Amt der Schriftführerin übernimmt Petra Blersch, die zuvor viele Jahre treue Dienste als Stellvertretende Häswartin leistete. Zur Komplettierung des Ausschusses wurden Ralph Teubner als Pressewart im Amt bestätigt und neu ins Team gewählt: Marco Kring als Erster Gruppenführer, Rebecca Buck als Stellvertretende Häswartin und Udo Walser als Zeugwart.

„Ich freue mich mit diesem Team die anstehenden Herausforderungen für eine gute Vereinsführung für zwei weitere Jahre anzunehmen!“, war von Thomas Bürgin zu hören, welcher selbst sein Amt bereits seit sechs Jahren ausfüllt. Dankend erwähnte er auch die Dienste der scheidenden Ausschussmitglieder Uwe Heilig und Markus Köhle.

2021 feiern die Feuerhexen ihr 30-jähriges Bestehen. Laut Bürgin darf Tettnang dann mit einem großen Jubiläumsfest rechnen.

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