Eine bunte Reise durch die Musikwelt

Lesedauer: 5 Min
Wegen des starken Regens treten die Schüler in der Aula des Montfort-Gymnasiums auf.
Wegen des starken Regens treten die Schüler in der Aula des Montfort-Gymnasiums auf. (Foto: hmar)
Hermann Marte

Die Realschule Tettnang hat am Dienstagabend zu ihrer Sommerserenade geladen. „Einmal um die ganze Welt“ war der Titel des Programms und so erwartete die Gäste eine abwechslungsreiche Reise durch Musikstücke aus aller Herren Länder.

Ursprünglich hätte die Aufführung unter freiem Himmel auf dem Schulhof der Realschule stattfinden sollen. Wegen des starken Regens war daran aber nicht zu denken und man wechselte in die Aula des Montfort-Gymnasiums. Diese war der Menge an Besuchern kaum gewachsen.

Den Anfang machte das Orchester der Schule, passenderweise mit „Final Countdown“. Gerade wenn Stücke aus der Pop-Musik von Laien-Orchestern gespielt werden, ist das Ergebnis oft mehr ein unangenehmes Tröten als schöne Musik. Das war hier ganz und gar nicht der Fall. Die Schüler konnten gleich zu Beginn zeigen, dass ihre Leiterin Carolin Traut mit ihren Musikern sehr gut gearbeitet hatte.

Es folgte die obligatorische Begrüßung durch Rektor Jürgen Stohr. Das war dann bis zum Ende der letzte Wortbeitrag denn im Folgenden lief das Programm ohne weitere Erklärungen zu den einzelnen Werken ab. Die brauchte es auch nicht, da es für die Zuhörer ein ausführliches Programm gab, in dem der gesamte Ablauf nicht nur aufgeführt sondern in amüsanter Form erläutert wurde.

Nach dem Auftakt durch das Orchester war der Chor 5/6, also der fünften und sechsten Klassen an der Reihe. „Wie die Indianer“ marschierten sie, angeführt von einem Häuptling mit Federschmuck, zum „Kongo-Boat-Song“ in die Aula. Beim Dirigieren war Margit Widmann stets mit vollem Körpereinsatz dabei und führte ihre Schüler mit klarer und deutlicher Gestik und Mimik durch die verschiedenen Lieder aus verschiedenen Teilen der Welt.

Danach waren die Solo-Sänger unter Leitung von Matthias Johler an der Reihe, der diese auch am Klavier und an der Gitarre begleitete. Die Gruppe zeigte vielfältig unterschiedlich aufgebaute Lieder. Einige ihrer Nummern bestanden aus abwechselnden Solo-Gesängen, bei anderen sangen die einen solo während die anderen den singenden Hintergrund bildeten, wieder andere waren reine Soli.

Dem folgte der Chor 7–10, der ebenso wie sein jüngerer Vorgänger mit Liedern aus Amerika und Afrika aufwartete und so die Weltreise weiterführte.

Zwischen den verschiedenen Gesangsgruppen spielte immer wieder das Orchester, das sich ebenfalls in verschiedenen Ländern bewegte und nicht nur Können sondern auch Vielfältigkeit zeigte.

Zum Ende hin trat dann Echo, auf, der Chor der Ehemaligen. Diese nutzten gerne noch einmal die Gelegenheit zu zeigen, was sie dereinst an der Realschule gelernt hatten.

Nach der ausführlichen Danksagung durch Rektor Stohr kam dann die letzte Nummer des Abends, bei der alle Auftretenden sich gemeinsam versammelten und auch das Publikum aufgefordert wurde mitzumachen. „Loch Lommond“ bildete damit den klanggewaltigen Abschluss des Abends nach über anderthalb Stunden Programm.

Es hatte den ganzen Abend für alle Gruppen viel Applaus gegeben, der über das Anstandsmaß deutlich hinausging. Besonders die anspruchsvollen Solo-Gesänge hatten viel Beifall bekommen. Lehrer, Schüler und Gäste waren von diesem Abend begeistert.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen