Diese Veranstaltungen in Tettnang sind wegen des Corona-Virus vorerst abgesagt

Lesedauer: 5 Min
 Mehrere Veranstaltungen in Tettnang fallen wegen des Corona-Virus vorerst ins Wasser, um eine mögliche Ansteckungsgefahr zu min
Mehrere Veranstaltungen in Tettnang fallen wegen des Corona-Virus vorerst ins Wasser, um eine mögliche Ansteckungsgefahr zu minimieren. (Foto: Nejc Gajic/Colourbox)
Crossmedia-Volontärin

So äußert sich das Gesundheitsamt

Eine grundsätzliche Handlungsempfehlung für Veranstaltungen gibt es im Bodenseekreis derzeit nicht. Ob eine Veranstaltung stattfindet oder nicht, obliegt der individuellen Bewertung und Entscheidung des Veranstalters. Dieser trägt die Verantwortung dafür. Seitens des Landratsamts wird diesbezüglich keine pauschale Empfehlung ausgesprochen. Stattdessen verweist das Gesundheitsamt auf die seuchenhygienischen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für Großveranstaltungen. Dieses beurteilt die Gefährdungssituation für die Bevölkerung derzeit als „mäßig“. Auch kann es seitens des Landratsamtes keine behördliche Anordnung geben, dass eine Veranstaltung abzusagen sei. Eine solche Anordnung kann es nur von der zuständigen Ortspolizeibehörde – in diesem Fall also der Stadtverwaltung – geben. Für Menschen, die keine Symptome zeigen, nicht unmittelbar mit erkrankten oder nachweislich infizierten Personen zu tun haben und die nicht aus einem Risikogebiet kommen, rät das Landratsamt zu alltäglichen Hygienemaßnahmen wie regelmäßigem, gründlichem Händewaschen oder dem Verzicht auf Händeschütteln zur Begrüßung. (lieg)

Die Ausbreitung des Corona-Virus sorgt bei vielen Menschen derzeit für Verunsicherung und zieht Auswirkungen für das öffentliche Leben nach sich: Bei größeren Menschenansammlungen herrscht potenziell eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Mehrere öffentliche Veranstaltungen für die nähere Zukunft wurden in Tettnang mit dieser Begründung abgesagt.

Drei öffentliche Aufführungen hatte die Theater-AG des Tettnanger Montfort-Gymnasiums für den 12., 13. und 14. März ursprünglich geplant. Nach intensiven Proben wollten die Schüler das Stück mit dem Titel „Zum Wohle der Menschheit“ vor ihren Eltern, Großeltern und Freunden in der Gymnasiumsaula aufführen.

Nach gründlichen Abwägungen und Rücksprache mit dem Gesundheitsamt habe man nun jedoch entschieden, die Aufführungen bis auf weiteres abzusagen, teilt das Montfort-Gymnasium mit. Ob und wann es einen Nachholtermin für die Theateraufführungen geben wird, steht noch nicht fest.

Schüleraustausch könnte ebenfalls betroffen sein

Auffallend leerere Klassenzimmer gebe es aufgrund des Corona-Virus zwar nicht am Montfort-Gymnasium, sagt Schulleiter Thomas Straub. Folgen habe die Ausbreitung des Virus allerdings beispielsweise für Schulausflüge oder Schüleraustausche. „Wir erwarten gerade noch einen Italienisch-Austausch“, so Straub.

Ob dieser wie geplant stattfinden könne, sei derzeit noch offen. Ebenso sei in zwei Wochen ein Schüleraustausch mit Schweden geplant. Auch hier wisse man aktuell noch nicht, ob diese Pläne eingehalten werden können, da die Anreise mit dem Zug vorgesehen sei. Ein Skischullandheimaufenthalt einiger Schüler laufe derzeit – allerdings innerhalb Deutschlands.

Medizin-Campus sagt öffentliche Veranstaltungen ab

Auch wenn aktuell in den drei Krankenhäusern des Medizin Campus Bodensee (MCB) keine Corona-Fälle behandelt werden, sagt der kommunale Klinikverbund alle öffentlichen Veranstaltungen für die kommenden Tage ab. Dies geschehe „vorsorglich und zur Sicherheit sowohl der Patienten als auch der Mitarbeiter des Medizin Campus Bodensee“, schreibt der MCB in einer Pressemitteilung.

Betroffen sind auch die Kreißsaalführungen in der Klinik Tettnang am Donnerstag, 5. März, um 19 Uhr und am Klinikum Friedrichshafen am Samstag, 7. März um 10 Uhr. Auch der für Mittwoch, 11. März, geplante „Nachmittag der offenen Tür“ in der Klinik für Chirurgie am Krankenhaus 14 Nothelfer Weingarten ab 15 Uhr ist abgesagt.

Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht.

Stadt-Sprecherin Judith Maier

Vor allem ältere Menschen und Menschen mit Grunderkrankungen haben nach derzeitigen Erkenntnissen ein höheres Risiko für einen schwereren Verlauf der Krankheit im Falle einer Infektion. Auch die Seniorennachmittage in den drei Tettnanger Ortschaften Tannau, Langnau und Kau werden daher abgesagt beziehungsweise vorerst verschoben.

Viele verunsicherte Anfragen

Darauf hätten sich die Ortsvorsteher in Abstimmung mit der Stadtverwaltung entschieden, schreibt Letztere in einer Pressemitteilung. Es gehe nicht darum, Panik zu machen, sondern eher ein Signal zu setzen, da es schon viele verunsicherte Anfragen gegeben habe, ob man überhaupt zu dem Seniorennachmittag gehen solle, teilt Stadt-Sprecherin Judith Maier mit.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, so Maier weiter. Die Seniorennachmittage seien für die Senioren in der Stadt und den Ortschaften eine beliebte Veranstaltung. Schon seit Monaten hätten zahlreiche Ehrenamtliche tatkräftig bei den Vorbereitungen geholfen, damit der Nachmittag ein Erfolg wird. Ob und wann die Seniorennachmittage nachgeholt werden, stehe noch nicht fest.

Dafür müssten nun zunächst Ersatztermine gefunden werden, die es dann mit allen Beteiligten abzustimmen gelte. Der Seniorennachmittag in Kau war für kommenden Samstag, 7. März geplant. Der Termin für Tannau war für Samstag, 14. März, und der Termin für Langnau für Samstag, 4. April, vorgesehen.

So äußert sich das Gesundheitsamt

Eine grundsätzliche Handlungsempfehlung für Veranstaltungen gibt es im Bodenseekreis derzeit nicht. Ob eine Veranstaltung stattfindet oder nicht, obliegt der individuellen Bewertung und Entscheidung des Veranstalters. Dieser trägt die Verantwortung dafür. Seitens des Landratsamts wird diesbezüglich keine pauschale Empfehlung ausgesprochen. Stattdessen verweist das Gesundheitsamt auf die seuchenhygienischen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für Großveranstaltungen. Dieses beurteilt die Gefährdungssituation für die Bevölkerung derzeit als „mäßig“. Auch kann es seitens des Landratsamtes keine behördliche Anordnung geben, dass eine Veranstaltung abzusagen sei. Eine solche Anordnung kann es nur von der zuständigen Ortspolizeibehörde – in diesem Fall also der Stadtverwaltung – geben. Für Menschen, die keine Symptome zeigen, nicht unmittelbar mit erkrankten oder nachweislich infizierten Personen zu tun haben und die nicht aus einem Risikogebiet kommen, rät das Landratsamt zu alltäglichen Hygienemaßnahmen wie regelmäßigem, gründlichem Händewaschen oder dem Verzicht auf Händeschütteln zur Begrüßung. (lieg)

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen