Der neue Chor in Hiltensweiler heißt „TonTreff“

Lesedauer: 4 Min
Im Dorftreff Hiltensweiler probt der neue Chor „TonTreff“ mit seiner Leiterin Gisela Scharnagl für Ostern.
Im Dorftreff Hiltensweiler probt der neue Chor „TonTreff“ mit seiner Leiterin Gisela Scharnagl für Ostern. (Foto: Hv)

Er ist nicht mehr namenlos, der „namenlose Chor“ aus Hiltensweiler. Aus einer Fülle von Vorschlägen waren vier Namen übrig geblieben – bei der Chorprobe am Donnerstagabend im Dorftreff haben sich die Sängerinnen und Sänger entschieden und singen fortan als „TonTreff Hiltensweiler“. Die Namensfindung war fast schwieriger als die Neugründung des Chors.

Der Name nimmt Bezug auf den Probenraum im Dorftreff, der sich seit seiner Öffnung in dem mit vereinten Kräften umgestalteten, ehemaligen Kindergarten bestens etabliert hat. Schon zwei Mal hatte an Weihnachten ein Projektchor unter der Leitung von Gisela Scharnagl gesungen und den Beteiligten, wie den Zuhörern so viel Freude gemacht, dass man an die Gründung eines neuen festen Chores denken konnte. Treibende Kräfte waren Monika Emser, die Leiterin des Dorfladens, und Simone Holitsch, und nun ist es so weit: Der erste öffentliche Auftritt ist am Ostersonntag, wo der Chor von der Empore den Gottesdienst mit seinem Gesang bereichern wird.

Die Sängerinnen und Sänger kommen aus Hiltensweiler und der weiteren Umgebung, eine Sängerin kommt bis aus Vorarlberg. Rund 20 Frauen und sechs Männer sitzen an diesem Abend im Halbkreis vor der Chorleiterin – „es können nie alle dabei sein“ – und singen sich ein. Man spürt die gute Laune, den Spaß am Singen. Schon als sie nach und nach hereingekommen sind, war die ganz eigene fröhliche, herzliche Atmosphäre zu spüren. Jeden hat Gisela Scharnagl umarmt, als habe sie gerade auf ihn besonders gewartet. Genauso herzlich ist der Ton untereinander, da wird auch mal tüchtig geflachst: Darf denn ein Sänger mit einem T-Shirt der Meckatzer Brauerei dasitzen, wo gleich der Chef der Farny Brauerei kommen und mitsingen wird, der in Hiltensweiler wohnt? Die Männer harmonieren ebenso, wie die Frauen – leider sind diese noch Mangelware. Gisela Scharnagl wünschte sich dringend wenigstens noch einen Bass und einen Tenor dazu.

„Tierisch gut“ und „gigantisch“

Doch der Gesang kann sich hören lassen, die Leiterin spart nicht mit Lob von „tierisch gut“ bis „gigantisch“. Da macht es gleich doppelt Spaß, sich richtig anzustrengen. „I derf scho a flotteres Tempo vorlegen?“, fragt Gisela Scharnagl, „habt einfach mal richtig Lust zu singen, loszulassen.“ Und das tun sie: „Let Us Sing Like Festive Bells Of Joy!“ Ja, die Sänger lassen die Glocken der Freude läuten beim Halleluja, das sie sich gewünscht haben. Vielfältig ist der Gesang, mit dem sie den Festgottesdienst begleiten, vom „Heilig, heilig“ von Lorenz Maierhofer, bis zum irischen Segen oder dem wunderbar innigen, vierstimmigen „Herr, erbarme dich“. „Vierstimmig kann ich leider nicht vorsingen“, schmunzelt Gisela Scharnagl, doch der Gesang zur Gabenbereitung, das „Let Us Break Bread Together“, klappt auch so. Mit ihrer offenen Art vermittelt sie die Freude am Singen, ganz ohne Schwellenangst.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen