Der Glaubensweg verbindet die Leute

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 60 bis 80 Personen sind in den vergangenen Jahren jeweils zur Glaubenstour gekommen. Über das Engagement der freiwilligen Predi
60 bis 80 Personen sind in den vergangenen Jahren jeweils zur Glaubenstour gekommen. Über das Engagement der freiwilligen Prediger freut sich Pfarrer Hangst (Mitte, rechts) auch diesmal wieder. (Foto: Johannes Kienzler)
Johannes Kienzler

„Es ist bereits eine kleine Tradition geworden.“ Mit diesen Worten beschrieb Pfarrer Reinhard Hangst von der Seelsorgeeinheit Argental die Glaubenstour, die am vergangenen Samstag zum zehnten Mal stattgefunden und auch in diesem Jahr wieder zahlreiche naturbegeisterte Gemeindemitglieder angelockt hat.

Anlässlich der „Heimattage Argental“, die in diesem Jahr gefeiert werden, führte die Tour fast ausschließlich entlang der Argen. Vom Glaubensstein am Laimnauer Pfarrhaus aus ging es nach Wellmutsweiler, Arnoldsbrunnen, Bleichnau und Hiltensweiler, wo man im Kindergarten eine Mittagspause einlegte, ehe man über Rattenweiler zurück nach Laimnau wanderte.

Im Mittelpunkt stand für Pfarrer Hangst, der den Tag zusammen mit dem Pfarrvikar Anand Rajamma Das in einer Eucharistiefeier eröffnet hatte, die Gemeinschaft. „An der Glaubenstour nehmen Menschen aus verschiedenen Gemeinden teil“, erzählte der 54-Jährige auf dem Weg zur ersten Glaubensstation, von denen es 21 Stück entlang des Weges gab. „Diese Wanderung verbindet die Leute und das war einer der Gründe, warum ich den Glaubensweg installiert habe.“

Der Glaubensweg wirkt Gemeindeübergreifend

In seiner Predigt hatte er die Teilnehmer dazu aufgefordert, Frieden zu wahren und achtsam miteinander umzugehen. Es sei wichtig, die Gemeinschaft zu leben und sich für seine Mitmenschen zu engagieren. Ein Tag wie dieser, an dem jede Gemeinde in Form von kurzen Predigten an den Glaubensstationen kleine Impulse setzt, eigne sich dazu hervorragend.

So sieht es auch der indische Pfarrvikar Rajamma Das, der seit Oktober 2018 zum Pastoralteam Argental gehört. „In Indien kennt man das Prinzip der Pilgerwege auch“, erzählte der 31-jährige, der aus dem südindischen Kerala stammt. „Allerdings nur im Zusammenhang mit den großen Wallfahrtskirchen.“ Dass es so ein Angebot auch im kleinen Laimnau gibt, freut ihn.

Und damit ist er nicht allein. Auch Jörg Empen aus Laimnau gefällt das etwas andere Angebot der Kirche. Er ist Mitglied des Kirchengemeinderats und hielt am Samstag die Predigt an der letzten Glaubensstation. Ausgesucht hatte er sich dafür das Gleichnis vom „Schutz im Acker“, was inmitten der schönen Natur recht passend war.

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