Der Augsburger Künstler hinterlässt auf der ganzen Welt seine Werke - aktuell auch in Tettnang

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 Hama Lohrmann macht LandArt auf der ganzen Welt
Hama Lohrmann macht LandArt auf der ganzen Welt (Foto: Selina Erath)
era und Selina Erath

Der Augsburger LandArt-Künstler Hama Lohrmann hat im Rahmen der Ausstellung „Bin im Garten“ eine Installation in der Orangerie im Schlossgarten angefertigt und thematisiert dabei die Umgebung hier. Bei LandArt werden Werke aus Naturmaterialien in natürlichem- oder öffentlichem Raum ausgestellt.

Hama Lohrmann ist 1965 in Augsburg geboren. Seine Verbindung zur LandArt schreibt er zwei Ereignissen zu: seinem Kunst-Leistungskurs in der Schule, der die „Interesse am künstlerischen Tun“ weckte und der Liebe zur Natur. Er war „leidenschaftlicher Extrembergsteiger“ und merkte, dass er „am liebsten draußen arbeitet“. In den Bergen habe er angefangen Naturmaterialien zusammenzusuchen und Steinreihen in der Form einer Schlange gelegt. Dabei habe er gemerkt, „wie stark die offensichtliche menschliche Ordnung in diesem natürlichen Chaos wirkt“. Bei seiner Arbeit „bestimmt die Örtlichkeit letztlich die Kunst“.

Er arbeite „ausschließlich mit Naturmaterialien, überwiegend in der Natur“. „Dinge, die für die Gegend typisch sind“, sammle er und schaffe „eine vorübergehende, neue, menschliche und ästhetische Ordnung“. Für ihn sei seine Arbeit ein „Gegenentwurf zum Verewigungsversuch der Kunst“. „Es vergeht sowieso alles, einschließlich mir. So kann auch die Kunst vergehen“, sagt Hama Lohrmann.

Die „landschaftsprägenden“ Hopfengärten hätten seine Ausstellung in Tettnang inspiriert. Es sei die „menschlich kulturelle Ordnung, die komplett von Personen erschlossen ist und hier in der Bodenseeregion sehr bewusst wird“. Seine zweite Installation solle eine Art Gegenpol zur Kultur darstellen: die wilde Natur. Dort stelle er die „natürliche Ordnung in harmonischer, runder Form dar“, erklärt der Künstler.

Die Ausstellung „Bin im Garten“ läuft noch bis zum 1. Dezember.

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