Das sagen Reiter zu einem Pferdeverbot

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Mitglieder des Reit- und Fahrvereins Ailingen bereiten sich nach eigener Aussage gut auf Veranstaltungen wie den Seehasenumzug v
Mitglieder des Reit- und Fahrvereins Ailingen bereiten sich nach eigener Aussage gut auf Veranstaltungen wie den Seehasenumzug vor. (Foto: pr)
Schwäbische Zeitung

Geht es nach der „Pferdeschutz-Initiative 2015“, sollen zum Schutz von Mensch und Tier keine Pferde beim traditionellen Montfortfestumzug teilnehmen. Eine Online-Umfrage unter schwaebische.de/pferd-tt2017 zeigt eine klare Tendenz: Nutzer möchten weiter Pferde beim Umzug sehen. Jetzt nimmt auch der Reit- und Fahrverein Ailingen dazu Stellung.

„Ein traditioneller Umzug ohne Pferde? Das wäre schade“, heißt es darin. In dieser ländlich geprägten Region, in der Pferde „zum Glück noch zum Stadt- beziehungsweise Ortsbild gehören“, sei das nur schwer vorstellbar. Natürlich stehe das Wohl von Zuschauern und Reitern an erster Stelle, und nur erfahrene Pferde und Reiter sollten laut Stellungnahme an einem Umzug teilnehmen: „Dennoch leuchten viele Kinderaugen und auch die vieler Erwachsener, wenn die schön geschmückten Pferde vorbeiziehen. Wollen wir darauf wirklich verzichten?“ Eine Vollkaskoversicherung für alles gebe es leider nicht, heißt es weiter.

Mit ein bisschen Verständnis für die Belange der Pferde und der Zuschauer müsste ein gefahrloses Miteinander möglich sein, äußert der Verein: „Wie sonst ist der traditionelle Blutritt in Weingarten mit rund 2700 Reitern ein Publikumsmagnet erster Klasse? Für den Reit-und Fahrverein Ailingen ist es jedes Jahr eine große Ehre, am Seehasenumzug in Friedrichshafen und an anderen Umzügen in der Region teilzunehmen.“

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