Das ändert sich im Stadtbusverkehr

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Derzeit fährt der Stadtbus noch nach Farbsystem, das bei der Einführung gewählt worden ist, bald folgt dann das Nummernsystem, d
Derzeit fährt der Stadtbus noch nach Farbsystem, das bei der Einführung gewählt worden ist, bald folgt dann das Nummernsystem, das sich auch bereits in anderen Städten durchgesetzt hat. (Foto: Archiv Alexander MAyer)
Schwäbische Zeitung
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Beim Städtlesmarkt am Samstag, 21. April, haben die Tettnanger noch einmal die Möglichkeit, sich an einem Infostand genau zu informieren. Alle Informationen gibt es auch im Internet unter

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Das neue Stadtbussystem greift ab Montag, 23. April. Insgesamt kommt ein Bus weniger zum Einsatz. Trotzdem ist Philipp Reinalter, Geschäftsführer von Strauss Reisen überzeugt, dass es durch eine andere Linienführung Verbesserungen geben wird. Den größten Fortschritt sieht Reinalter in der Anbindung an das Bodo-Netz: „Der Stadtbus war bisher eine Insellösung. Das war ein Nachteil, der damit behoben ist.“

Alle Linien sollen in Zukunft an die Bähnlelinie nach Meckenbeuren angebunden sein. Schäferhof und Oberhof werden von einem statt wie bisher getrennt von zwei Bussen abgefahren. Dadurch entspanne sich die Route, sagt Reinalter, was Verspätungen ausschließen soll. Trotzdem: „Wie bisher kann man immer dem Fahrer Bescheid geben, wenn man einen anderen Bus erwischen muss.“

Allein bei der Verbindung aus Kau und Bürgermoos könne es in verkehrsstarken Zeiten sein, dass die Anbindung an die Bähnlelinie nicht immer möglich sei. Allerdings fahre die Montfortlinie halbstündlich zum Bahnhof nach Friedrichshafen, wenn auch nur von der Hauptstraße aus.

Regionalbusse am Hohen Rain

Komplett entfallen wird der Stadtbus-Ast „Hoher Rain“. Die Nutzung sei aber ohnehin immer sehr gering gewesen, so Reinalter: „Unsere Busse fahren hier sehr oft leer.“ Allerdings gebe es die Regionalbuslinien 226 und 227, die diesen Bereich mit abdeckten. Hier sei auch das Schulzentrum angebunden. Unabhängig davon, sagt Reinalter, sei man dabei, das Angebot der beiden Regionalbuslinien auszubauen. Allerdings gebe es noch Abstimmungsbedarf, da werde es sicher Ende 2019 werden.

Ebenfalls im Stadtbussystem entfällt die Verbindung in Richtung Krankenhaus. Diese wird in Zukunft über die Bähnelinie abgedeckt. Über sie wird auch Obereisenbach angebunden sein. „Im Kern ging es nicht darum, nur zu streichen“, sagt Philipp Reinalter, auch wenn die Vorgabe der Stadt gewesen sei, das Stadtbussystem zu reduzieren.

Deswegen sei es Ziel gewesen, alle Äste so weit wie möglich einzubinden, die bisher – auch unabhängig vom Schülerverkehr – stark genutzt werden. Reinalter: „Und diese Perspektive ist da.“ Zumal der Stadtbus auch in Zukunft im Halbstundentakt verkehren werde. Die Frage, ob mit der Einsparung einer ganzen Linie auch eine Einsparung beim Personal verbunden sei, verneint Reinalter.

Nummern statt Farben

Die Farbe der Busse verliert mit der Umstellung ihre Bedeutung, stattdessen wird auf Nummern umgestellt: Zwei Busse werden in Zukunft drei Äste bedienen. Dennoch ändert sich im Straßenbild erst einmal nur wenig, denn mit dem blauen und gelben Bus werden erst einmal zwei bestehende Busse weiterfahren. Sie erhalten ein kleines „Facelift“, werden also optisch etwas angepasst. In zwei Jahren soll es dann wieder neue Fahrzeuge geben.

Zugleich tut sich etwas an einigen Bushaltestellen, sagt Horst Hölz, Leiter des Tettnanger Tiefbauamts. Zum einen wird die Beschilderung angepasst, zum anderen wird auch das Thema Barrierefreiheit eine Rolle spielen. Alle Busse, auch die Bähnlelinie, sind Niederflurbusse. Zugleich sollen Haltestellen barrierefrei werden. Die Haltestelle in der Karlstraße sei da so eine Art „Idealfall“, sagt Hölz, aber an vielen Standorten sei das technisch nicht umzusetzen, etwa wegen der Gehwegbreite oder Einfahrten in Wohngebieten. Dennoch soll es, wo möglich, bis 2022 Umbauten geben. Aber auch an nicht umgerüsteten Haltestellen gebe es durch die Niederflurtechnik keine Probleme, sagt Reinalter.

Ebenfalls möglich wird mit der Zeit die Echtzeitinformation für Fahrgäste werden. Zum einen übers Mobiltelefon, an zentralen Haltestellen auch über Bildschirme. Und auch das E-Ticket kommt. Der Stadtbusverkehr liegt unter dem Bodo-Tarif, deswegen schlagen die Rabatte dort nicht zu Buche, aber die Fahrten zählen. Wer also oft mit dem Stadtbus fahre, so Reinalter, spare dann ab der 20. Fahrt auch im Regionalverkehr.

Beim Städtlesmarkt am Samstag, 21. April, haben die Tettnanger noch einmal die Möglichkeit, sich an einem Infostand genau zu informieren. Alle Informationen gibt es auch im Internet unter

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