„Danach möchte ich Musik auf Lehramt studieren“

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Etwa 75 Jugendliche treten am Samstag in der Tettnanger St.-Gallus-Kirche auf.
Etwa 75 Jugendliche treten am Samstag in der Tettnanger St.-Gallus-Kirche auf. (Foto: Fotos: Landesjugendchor Baden-Württemberg)
Nina Hilgers

Bereits im Kindesalter entwickelte Jakob Frisch, eine Leidenschaft zur Musik, die sich seit dem professionell weiterentwickelt hat. Der gebürtige Tettnanger leiht gemeinsam mit anderen dem Landesjugendchor Baden-Württemberg seine Tenorstimme. Am Samstag, 15. Juni, wird er mit dem Landesjugendchor um 20 Uhr in der St. Gallus Kirche in Tettnang auftreten. Etwa 74 Jugendliche werden die Gäste mit ihren beeindruckenden Stimmen im Kirchensaal verzaubern. SZ-Mitarbeiterin Nina Hilgers interviewte den 17-jährigen Jakob Frisch über seine Leidenschaft zur Musik und seine Zukunftspläne.

Seit wann bist du musikalisch aktiv?

Das bin ich seit dem Kleinkindalter. Meine Eltern haben damals viel Musik im Barockstil gehört und ich habe mitgehört. Damit bin ich quasi aufgewachsen. Als ich fünf Jahre alt war, habe ich angefangen Klavier zu lernen. Orgel spiele ich erst, seit ich 13 Jahre alt bin.

Woher kommt deine Leidenschaft für Musik?

Meine Familie ist sehr musikalisch. Mein Vater ist Geigenbauer und meine Mutter Musiklehrerin. Außerdem waren meine Großeltern väterlicherseits auch ziemlich musikalisch. Mein Opa zum Beispiel spielte Kontrabass und meine Oma war leidenschaftliche Klavierspielerin. Zudem ist mein Onkel professioneller Geiger.

Seit wann bist du im Landesjugendchor Baden Württemberg?

Ich bin seit mittlerweile einem Jahr Mitglied des Landesjugendchors. Der Chor trifft sich immer an Pfingsten und im Herbst. Mittlerweile bin ich schon das dritte Mal dabei.

Wann wurde dein Stimmtalent entdeckt?

Angefangen hat das Singen in Chören erst vor circa eineinhalb Jahren. Damals war ich 15 Jahre alt. Zuerst war ich im Schulchor aktiv. In der Zwischenzeit habe ich in verschiedenen anderen Chören und Ensembles gesungen – das mache ich auch heute teilweise noch – bis ich dann vor genau einem Jahr zum Landesjugendchor gekommen bin.

Wieviel Zeit investierst du in die Musik beziehungsweise in die Proben des Landesjugendchors?

Seit Sonntag bin ich mit dem Landesjugendchor in der Bundesakademie Trossingen. Dort proben wir für die kommenden Auftritte zum Beispiel für den Auftritt am Samstag in der St. Gallus Kirche in Tettnang. Mit dem Chor probe ich dort derzeit sechs Stunden am Tag. Wir beginnen schon um 9 Uhr. Die zweieinhalbstündige Mittagspause nutze ich meistens zum Orgelspielen.

Wie hast du es geschafft Schule und Musik unter einen Hut zu bekommen?

Ich habe dieses Jahr mein Abi am MGTT gemacht. Damals habe ich mich für das Musik-Abi entschieden. Glücklicherweise habe ich dazu die Orgel gebraucht. So konnte ich gleichzeitig üben und mich auf die Prüfung vorbereiten. Das Klavierspielen musste zu der Zeit einfach pausieren.

Kam für dich als Kind jemals Fußballspielen oder eine andere Sportart infrage?

An Fußball hatte ich schon immer ein wenig Interesse, aber ich habe mich damals dazu entschlossen doch lieber Tischtennis zu spielen. Seit letztem Herbst aber habe ich im Fußballverein beim SC Bürgermoos zu trainieren begonnen.

Blick in die Zukunft: Wie sehen deine Pläne aus?

Ich beginne bald für ein Jahr mein FSJ. Danach möchte ich Musik auf Lehramt studieren, um in ein paar Jahren als Gymnasiallehrer Musik zu unterrichten. Die Musikhochschule, an der ich gerne studieren möchte, liegt in Freiburg.

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