Brosa setzt auf die Kraft der Sonne

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Einweihung der Solaranlage auf dem Dach des Brosa-Gebäudes: Den Aufbau konnten sich die Gäste bei der Einweihung nach einer klei
Einweihung der Solaranlage auf dem Dach des Brosa-Gebäudes: Den Aufbau konnten sich die Gäste bei der Einweihung nach einer kleinen Kletterpartie selbst anschauen. (Foto: Mark Hildebrandt)

Auf dem Dach des Tettnanger Unternehmens Brosa stehen jetzt 1600 Photovoltaik-Module. Was dem Auge des Laien verborgen bleibt, brachte Ralf Nickel von der ausführenden Solarwerkstatt bei der offiziellen Einweihung zu Wochenbeginn zum Strahlen. Eine Weltneuheit sei bei der Anlage mit einer Nennleistung von 500 kW verbaut worden, sagte der Physiker.

Die besteht darin, dass die Wechselrichter („das Herz der Anlage“) die ersten sind, die wetterfest auf dem Dach montiert werden können, erklärte er. Dadurch seien besonders kurze Kabelwege möglich. Und auch die Solarmodule hätten den weltweit höchsten Wirkungsgrad.

Brosa kann mit der Anlage im Mittel etwa 60 Prozent des jährlich benötigten eigenen Strombedarfs abdecken. Die Anlage ist eine der leistungsstärksten im gesamten Bodenseekreis. Brosa-Vorstand Martin Wagner beschrieb die Baumaßnahme auch als Reaktion auf die Kündigung des bisherigen Stromvertrags durch die EnBW.

Einigkeit bei Gesellschaftern

Mit der Anlage möchte das Unternehmen so einen Schritt in Richtung Unabhängigkeit gehen. Das passe auch zur Philosophie, möglichst viel im eigenen Haus zu fertigen. Und auch Ökologie sei ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Im Gesellschafterkreis habe vor diesem Hintergrund angesichts der Investition Einigkeit geherrscht, betonte Wagner. Was ihn ebenfalls freue: Die kürzlich eingeweihte Ladesäule werde so mit rein erneuerbarer Energie vom Dach versorgt.

Die Anlage nimmt einen Großteil der Fläche des Gründachs ein. Dieses ist jetzt zusätzlich mit einem Geländer gesichert. Dadurch können Arbeiten auf dem Dach ohne weitere Sicherung durch Angurten erfolgen. Der Aufbau dauerte vier Monate. Die Module sind nach Westen und Osten ausgerichtet. Das habe den Vorteil, sagt Ralf Nickel, dass die Module fast ohne Abstand zueinander montiert werden können.

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