Azubis bewältigen Stresstest mit Happy-End

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 Gespannte Erwartung bei den Teilnehmern die sich vor der Preisvergabe aufgestellt haben.
Gespannte Erwartung bei den Teilnehmern die sich vor der Preisvergabe aufgestellt haben. (Foto: oej)
Olaf E. Jahnke

Köche, Restaurantfachkräfte und Hotelfachleute haben sich am Dienstag einen ganzen Tag lang zum Laurentiuswettbewerb in der Landesberufsschule für Hotel- und Gaststättenberufe in Tettnang eingefunden.

Der Tag begann mit Vorbereitungen und Prüfungen in Theorie und Praxis, vom Bestimmen und Zusammenstellen eines Menüs aus dem Warenkorbes mit dazu gehöriger Speisekarte oder Waren- und Lebensmittelkunde. Für die Service- und Hotelfachkräfte gab es ebenfalls einen Theorieteil, dazu noch im Rollenspiel das Abfragen einer Telefonanfrage und ein Verkaufsgespräch. Auch der Theorieteil tagsüber ging mit in die Wertungen ein. Das passt nicht immer mit den praktischen Leistungen zusammen, waren sich Schulleiterin Petra Wilhelm, Heidi Löhner, vom Verband der Servicefachkräfte, Restaurant- und Hotelmeister sowie Robert Knaus vom Club der Köche Ravensburg einig. Man freue sich aber über 33 Anmeldungen. Davon landeten schließlich acht Kochazubis im dritten Ausbildungsjahr am Herd und acht Restaurant- und Hotelfachlehrlinge an den Tischen. Die Teilnehmer wurden von je acht Juroren trainiert und beurteilt.

An acht Tischen mit jeweils sechs Plätzen wurden jeweils verschiedene Dreigangmenüs aufgetragen. Besetzt waren die Tische mit Gästen aus Schulen, Lieferfirmen und Sponsoren oder Verbänden. Beim ersten Gang war bei allen eine Riesengarnele dabei, bei vielen junger Ackersalat. Der zweite Gang beinhaltete jedenfalls Süßkartoffeln in verschiedenen Variationen. Den Hauptgang kennzeichnete eine geschmorte Rinderbacke. Das Dessert war schließlich von Grapefruitvarianten bestimmt.

An manchem Tisch zeigten sich deutliche Unterschiede innerhalb der einzelnen Gänge. Da fiel die Hauptspeise etwas bescheidener aus. „Zu kalt“, sagte der Mitspeisende Koch Hermann Bucher bei einem Hauptgang. Dafür war mancher Nachtisch sensationell vielfältig. Zu bedenken galt, dass die Jungköche am Morgen den Warenkorb zum ersten Mal sahen und dass nach einem Vorbereitungstag dann zur Ausführung des Viergängemenüs dreieinhalb Stunden blieben. Service Siegerin Julia Jocham bilanzierte anschließend mit glänzenden Augen: „Der Wettbewerbstag war ein ganz besonderes Erlebnis, macht Spaß und man lernt viel. Also die beste Vorbereitung für die Abschlussprüfung.“ Laurentiuspreisträger und Kochlehrling Florian Straub zeigte sich ein wenig überrascht: „Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet, vorne ja, aber Sieger, sehr erfreulich.“. Teinacher-Preis-Gewinner für den besten Getränkeservice war Bandick Wolff. Er blieb gelassen: „Kontinuität und ein Service, dass alle Wünsche erfüllt werden konnten, das war es wohl.“

Erwähnung bei der Preisverleihung fanden auch die zahlreichen und großzügigen Sponsoren, Helfer und Unterstützer, die den Wettbewerb und die zahlreichen und vielfältigen Sachpreise erst möglich gemacht haben. So konnten die auch die vielen vierten Plätze, darunter gab es keine Wertung, eine gut gefüllte Preistüte mitnehmen. Nach den guten Ergebnissen in den Vorjahren war Robert Knaus mit den Ergebnissen bei den Köchen nicht ganz zufrieden und meinte: „Die Punkte lagen deutlich unter den Spitzenwerten des letzten Jahres, da ist noch Luft nach oben.“

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