Azubis aus dem Berufsbildungswerk spenden für Amalie

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 Dieses Foto entstand vor Inkrafttreten der coronabedingten Versammlungsregelungen. 365 Euro für den guten Zweck: Die Schreiner-
Dieses Foto entstand vor Inkrafttreten der coronabedingten Versammlungsregelungen. 365 Euro für den guten Zweck: Die Schreiner-Azubis des ersten Lehrjahres aus dem Berufsbildungswerk Adolf Aich Ravensburg unterstützen den im Bodenseekreis und Landkreis Ravensburg tätigen Ambulanten Kinderhospizdienst Amalie. (Foto: Stiftung Liebanau)
Schwäbische Zeitung

Schreiner-Azubis aus dem Ravensburger Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) der Stiftung Liebenau haben 365 Euro an den Ambulanten Kinderhospizdienst Amalie gespendet. Das Geld stammt aus dem Verkauf von Produkten aus ihrer Ausbildungswerkstatt.

Jedes Jahr präsentieren die Azubis des ersten Lehrjahres aus dem BBW-Schreinerzentrum Hocker, Vesperbretter, Kerzenständer und viele andere handgefertigte Holzprodukte auf dem Wolfegger Weihnachtsmarkt. „Und jedes Jahr gibt es vom Verkaufserlös eine Spende“, erklärt Betriebsleiter Ulrich Fischer. Aus mehreren vorgeschlagenen Organisationen aus der Region entschieden sich die Jugendlichen diesmal für den Ambulanten Kinderhospizdienst Amalie als Spendenempfänger. „Das fanden wir am besten“, begründen die angehenden Fachkräfte ihre Entscheidung.

Bei der Spendenübergabe, im Rahmen eines gemeinsamen Frühstücks in ihrer Ausbildungswerkstatt, erfuhren die Jugendlichen dann aus erster Hand, von den beiden Koordinatorinnen Barbara Weiland und Sibylle Wölfle, noch einmal ganz genau, wem das Geld zugutekommt. „Wir sind da für Familien, in denen es Kinder oder Jugendliche gibt, die eine lebensbegrenzende Erkrankung haben“, erklärte Barbara Weiland die Begleitung solcher Familien in dieser schwierigen Phase von Krankheit, Sterben, Tod und Trauer.

Dabei gehen ehrenamtliche Paten, von denen es derzeit insgesamt 70 gibt, in die betreuten Familien, um dort die Angehörigen zu entlasten, Zeit mit dem kranken Kind zu verbringen und sich auch um deren Geschwister zu kümmern. Dazu stehe man den Betroffenen auch informierend und beratend zur Seite und vermittle im Bedarfsfall weitere Hilfen. „Wir verstehen uns tatsächlich nicht als Sterbebegleitung, sondern als Lebensbegleitung“, so Weiland.

Die BBW-Azubis zeigten sich beeindruckt von dieser Arbeit. „Das ist krass“, zollten sie den engagierten Helfern von Amalie ihren Respekt. Umso glücklicher sind sie nun darüber, mit ihrer diesjährigen Spendenaktion dieses wichtige, für die Familien kostenlose Angebot zu unterstützen.

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