Ausstellung zu Mario Sprinz: Provozierend, laut und farbenfroh

Lesedauer: 3 Min
 Der Minotaurus als „geplagter Manager“. Die mythische Figur prägt die Bilder von Mario Sprinz.
Der Minotaurus als „geplagter Manager“. Die mythische Figur prägt die Bilder von Mario Sprinz. (Foto: J. Kienzler)
Johannes Kienzler

Einen Monat lang werden in der städtischen Galerie im Schlosspark Tettnang Bilder des Malers Mario Sprinz ausgestellt. Das Motto: „Königstiere sterben nicht“.

Der Eintritt zur Kunstausstellung ist frei. Sie startet am 3. Februar mit einer Vernissage, auf der man übermalte Gemälde des Künstlers erwerben kann. Die Einnahmen gehen an die „Tettnanger Tafel“. Von Freitag bis Sonntag wird die Galerie dann jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet sein.

Am 12. Februar wird es um 18.30 eine Feierabendführung geben und am 19. Februar ab 18.30 die Veranstaltung „Literatur in der Galerie“. Unter 07542 / 541 76 können aber auch Sonderführungen angefragt werden. Die Ausstellung endet mit einer Finissage am 24. Februar um 14 Uhr.

Der 63-jährige Sprinz, der in Weingarten geboren wurde und heute am Starnberger See lebt, nahm seit 1980 an zahlreichen internationalen Ausstellungen in Europa teil. Seit 2012 legt er seinen Fokus auf Einzelaustellungen wie in Berlin, München, Dießen oder jetzt in Tettnang.

Zu seiner Studienzeit wurde er von der Kunst der „jungen Wilden“ inspiriert, was sich bis heute in seinen neo-expressionistischen Werken widerspiegelt, die er mit Acryl und Ölstift auf Holz, Pappe und Leinwand malt. Neben seinen Gemälden ist Sprinz aber auch für seine überdimensionalen Bühnenbilder bekannt. Der Kopf des Minotaurus, ein Wesen aus der griechischen Mythologie, prangt auf allen seinen Bildern, die mit verschiedenen, immer wiederkehrenden Symbolen wie der Krone oder den Gräten eines Fisches gespickt sind. Den Minotaurus bezeichnet er als sein Königstier, das er in verschiedene Rollen schlüpfen lässt, die mal fiktiv und mal ganz nah am Leben sind. Etwa, wenn der Minotaurus als gehetzter Geschäftsmann auftritt. Mario Sprinz bezeichnet sich als gegenständlichen Maler. Dennoch wirken seine Gemälde sehr abstrakt und können auf viele Arten interpretiert werden. Wem aber neoexpressionistische, laute und farbenfrohe Gemälde gefallen, der ist bei der Ausstellung von Mario Sprinz richtig.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen