Aufholjagd bringt Tettnangs Fußballerinnen einen Punkt

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Alica Reiner (li-)
Alica Reiner (li-)
Fabian Repetz

Die Fußballerinnen des TSV Tettnang bleiben in der Oberliga auf Platz acht. Am 16. Spieltag spielten sie am Sonntag zu Hause 2:2 (0:1) gegen Alemannia Freiburg-Zähringen.

Zwischenzeitlich lag die TSV-Elf mit 0:2 zurück, doch in der zweiten Halbzeit startete sie eine sehenswerte Aufholjagd, glich binnen fünf Minuten aus und hatte sogar die Chance auf den Siegtreffer. Damit bleibt der alte Punkteabstand von zwei Zählern zu Freiburg, dem neuen Tabellensiebten, bestehen.

Die Anfangsphase der Partie war geprägt von dem beidseitigen Versuch, die geplanten Spielsysteme aufzunehmen, Positionen und Laufwege zu festigen und Spielkontrolle zu übernehmen. Die Gäste aus Freiburg starteten etwas offensiver und kamen so in der zehnten Minuten zur ersten Torchance: Ein strammer Schuss aus rund 20 Metern krachte gegen die Querlatte des TSV-Tors – mit Glück blieb es beim 0:0. Dem TSV gelangen nun auch mehr Offensivaktionen, allerdings erlaubte sich die Defensive der Gäste in dieser Phase keine Fehler.

Erster Fehler führte zum Gegentor

Das erste Ausrufezeichen für den TSV setzte Stürmerin Leonie Evers in der 30. Spielminute: Allein im Sprint auf die gegnerische Torhüterin platzierte sie ihren Schuss nur knapp vorbei am Tor. Fünf Minuten später nutzten die Gegner ihrerseits eine unklare Situation im TSV-Strafraum und kamen so durch Elisa Emminger zur 1:0-Führung. „Wir haben in der ersten Halbzeit nur einen Fehler gemacht – und der führte zum Gegentor“, sagte TSV-Coach Alex Haag. „Ansonsten sind wir gut ins Spiel gestartet und konnten die Dinge so umsetzen, wie wir uns das vorgestellt haben.“

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam nach fünf Minuten der zweite Rückschlag für den TSV: Anna-Marie Bathe nutzte ihre Chance nach einem langen Ball in die Spitze und erhöhte die Führung auf 2:0 (50.). Tettnang dominierte aber ab dem Zeitpunkt die Partie und wollte sie unbedingt drehen. Einige aussichtsreiche Chancen (55., 60.) setzten Zähringen immer stärker unter Druck. In der 70. Minute konnte Tettnangs Simone Birkle schließlich den Abpraller eines von Lea Brinz geschossenen Freistoßes perfekt verwerten und verdient zum 1:2 verkürzen.

Die anschließend eingewechselten Pauline Friedrich und Sandra Trautwein brachten frische Energie und sorgten sogleich für den Ausgleich. Friedrich wurde in Minute 74 im Strafraum zu Fall gebracht und erhielt einen Strafstoß, den Leonie Evers zum 2:2 sicher verwandelte (75.). Tettnang war wieder im Spiel und wollte mehr. Die größten Chance zur Führung in den Minuten 86 und 90 blieben jedoch ungenutzt. „Der Anschlusstreffer hat uns einen riesigen Schub gegeben und auch die eingewechselten Spielerinnen haben die Mannschaft noch mal richtig mitgerissen“, so Haag. Sein Trainerkollege Andreas Konrad ergänzte: „Das war eine ganz starke Teamleistung heute. Wenn man ein 0:2 aufholt, so ins Spiel zurückkommt und dann noch drei große Chancen hat, zeugt das von einer sensationellen Mannschaftsleistung – das hat uns heute ausgezeichnet.“

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